Dirk Bach († 51): Der lustige Dicke bringt uns nie mehr zum Lachen

Er brachte Millionen Menschen zum Lachen. Doch sein Tod war einsam. Der beliebte TV-Star starb mit nur 51 Jahren.

  • Publiziert: , Aktualisiert:

Riesenschock für die deutschsprachige TV-, Theater- und Comedy-Welt. Dirk Bach († 51), der kleine, dicke Moderator aus dem RTL-«Dschungelcamp» ist tot! Der TV-Star wurde um 16 Uhr in einem Apartmenthaus im Berliner Stadtteil Lichterfelde aufgefunden. Rettungskräfte versuchten, ihn wiederzubeleben. Ohne Erfolg.

«Es ist sehr tragisch», sagt der Schweizer Magier Vincent Raven (46), der noch Anfang Jahr mit Bach bei «Ich bin ein Star – holt mich hier raus!» in Australien vor der Kamera stand. «Dirk war ein überaus sensibler Mensch, fast kindlich. Seine Tiefgründigkeit habe ich an ihm besonders geschätzt», so Raven zu BLICK.

Die Trauer ist gross. Denn der Entertainer stand mitten im Leben. Am 6. Oktober sollte sein Theaterstück «Der kleine König Dezember» im Berliner Schlosspark-Theater Premiere feiern. Gestern Nachmittag hätte die erste Probe stattfinden sollen. Zuvor hatte Bach zu einem Medien­termin geladen. Doch zu dem ist er nicht erschienen.

«Wir wunderten uns, als er den Termin nicht wahrnahm und er auch nicht zur Probe kam», sagt Harald Lachnit, Sprecher des Theaters. «Und so fuhr der Regisseur des Stücks, Lorenz Christian Köhler, zu Bachs Hotel.» Mit einer Hotelangestellten verschaffte sich Köhler Zugang zum Zimmer – und fand Bach tot vor.

Hinweise auf Fremdverschulden gebe es nicht, sagt ein Polizeisprecher. Die ­Todesursache ist noch nicht bekannt. Offenbar war Bach seit längerem krank.

Bach war einer der grössten Stars Deutschlands. 1992 wurde der Kölner mit der «Dirk Bach Show» bekannt, die von RTL ausgestrahlt wurde. Es folgten Serien wie «Lukas» und «Der kleine Mönch». Seit 2004 moderierte er zusammen mit Sonja Zietlow (44) den Quoten-Hit «Ich bin ein Star – holt mich hier raus!». Mit seinen farbenfrohen ­Hemden, den schrägen Tropenhelmen und witzigen ­Kommentaren amüsierte er Millionen von TV-Zuschauern.

Doch der Comedian war auch im ernsten Fach zu Hause. 1992 gehörte er zum festen Mitglied im Ensemble des Kölner Schauspielhauses. Und auch in der Schweiz stand er auf grossen Bühnen: Zuletzt 2009 im Berner Stadttheater, wo er als «Puck» in Benjamin Brittens «Sommernachtstraum» brillierte.

Als Wohltäter setzte sich der schwule Comedian auch für Amnesty International oder für Peta ein. Aktiv war er auch im Kampf gegen HIV und Aids.

Sänger Costa Cordalis (68), der 2004 zum ersten Dschungelkönig erkoren wurde, sagt: «Mit ihm geht ein Freund. Ich habe ihn auch ausserhalb des Dschungelcamps geliebt.» Trotz seiner oft fast gemeinen Sprüche habe Bach das grösste Herz in der Showbranche gehabt: «Er war einer der tollsten Menschen, die ich je kennenlernen durfte», so Cordalis.

Beliebteste Kommentare

  •   Christoph Scheidegger , Niederönz
    R.I.P - Dirck Bach
  • Amacher  Marc , Wetzikon , via Facebook
    R.I.P Dirk Bach wahr ein super Moderator und Schauspieler

Alle Kommentare (25)

  • Hans  Omlin
    Eigentlich ein schöner Tod ohne langen Leidensweg aber viel zu früh.
    Dirk, mach im Himmel ein bisschen Stimmung.
    • 02.10.2012
    • 7
    • 1
  • Jeanette  Müller
    Also irgendwie stimmt da doch was nicht. Mein Mann hatte zweitweise fast 120 kg bei einer Körpergerösse von 1.67, und trotzdem sah er nie so "rund" aus und hatte nie so ein aufgeblasenes Gesicht inkl Doppelkinn. Ich würd mal schätzen, das diese Angaben die man da über den Herrn Bach machte, nicht ganz richtig sind... wenn der so aussieht bei einer Körpergrösse von 1.68 müsste er mindesten zwischen 130 und 160 kg auf die Waage gebracht haben. Und damit wäre er dann entgegen einem anderem Beitrag nicht mehr topfit.
    • 02.10.2012
    • 5
    • 5
  • Felix  Frei , Uster
    Wenn man schon vor Jahren von den Aerzten gewarnt wird, dass das Übergewicht ein grosses Problem sei, sollte man halt mal ein
    bisschen zurück stecken und vielleicht etwas weniger Termine wahrnehmen. Gesundheit kann man auch mit viel Geld nicht bezahlen. R.I.P Dirk Bach
    • 02.10.2012
    • 5
    • 4
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