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BLICK: Sie planen im Sommer eine Unterhaltungssendung mit Behinderten. Darf man das?
Ueli Haldimann: Es wird keine Unterhaltungssendung, sondern eine klassische Doku-Soap, in der sogenannt Normale und Behinderte eine Badi führen. Solche Sendungen haben bei SF Tradition. Ich erinnere an den aufgeweckten Cyrill Gehriger, der vor Jahren Moritz Leuenberger für SF interviewte. Wir haben unter anderem Pro Infirmis mit im Boot, die das Konzept gut findet. Ich kann garantieren, dass wir uns nicht über Behinderte lustig machen.
Béatrice Barton, Mitglied der Programm-Direktion von TSR wirft Ihnen vor, Sie suchten «die Kontroverse um jeden Preis».
Meine Kollegin, die ich überaus schätze, weiss gar nicht, was wir planen. Ich wundere mich, dass sie sich so äussert.
Ihre Highlights für dieses Jahr?
Eine Fortsetzung der «Schweizer Hits» im Herbst, in der prominente Musiker Chöre leiten, die moderne Hits interpretieren. Nach den Opern-Events in Zürich und Bern führen wir die «Aida» in Basel auf. Und wir planen eine Spielfilmreihe mit historischen Persönlichkeiten.
Wann kommen das Auslandjournal und ein Wochenend-Talk?
Da suchen wir noch nach Programmplätzen. Beide Sendungen sind auf der Wunschliste.
Werden Sie mit diesen Programmneuerungen zum Superdirektor von Radio und TV gewählt?
Die Frage ist suggestiv. Ich bin TV-Direktor mit Ablaufdatum. Ich setze mich bis Ende Jahr für SF ein, damit ein Nachfolger oder eine Nachfolgerin nicht mit leerer Pipeline dasteht. Ich finde es aber nicht richtig, dass jetzt Kandidaturen öffentlich behandelt werden. Womit ich nicht sagen will, ob ich kandidiere oder nicht.