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Schimanskis Lotter-Parka, sein schäbiger Haarschnitt und Kraftausdrücke wie «Scheisse» liessen deutschen Tatort-Fans die Haare zu Berge stehen. Und 28 Jahre später stimmt Götz George selbst in den Chor der Sprachkritiker ein.
Der 71-Jährige sorgt sich um den gepflegten Ausdruck: «Unsere Jugendsprache ist obszön, unschön, amerikanisiert – sie zeigt, wie versaut und unappetitlich unsere Kultur geworden ist», sagt George im Interview mit der «Hörzu». Die Jugend habe sich «völlig verändert»: «Vulgäre, obszöne Ausdrücke sind an der Tagesordnung.»
Doch wer hat Schuld am sprachlichen Sittenzerfall? Wie es sich für einen Tatort-Kommissar gehört, hat George Verdächtige zur Hand: Die Medien, «die offen mit der Fäkalsprache umgehen» – und allen voran Dieter Bohlen.
«In TV-Shows werden Jugendliche von Leuten wie Dieter Bohlen fertiggemacht. Gleichzeitig kupfern diese alten Herren ihre Sprache von den Jugendlichen ab, weil sie cool sein wollen. Bei mir ist das Wort ‹geil› verboten», motzt George. Und spricht ein Machtwort. (b3i)
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