Francine Jordi: «Diese Staffel war ein Votum für den Schlager»

  • Publiziert: 23.11.2009, Aktualisiert: 03.01.2012
  • Von Peter Padrutt

Im BLICK sagt Schlagersängerin Francine Jordi (32) warum sie ihren Sieg bei den CH-Hits mit allen anderen teilen will.

BLICK: Herzliche Gratulation. Sie waren die Überfliegerin der vierten Staffel ... Francine Jordi: Vielen Dank. Der Jodlerklub Wiesenberg und ich sind überglücklich über den Sieg. Aber wir sehen uns nicht als die Gewinner.

Warum denn nicht?
Die Sieger sind alle Finalisten zusammen – Bligg, Gölä, die SängerFREUNDE & Stefan Roos sowie das Wunderbar-Ensemble. Man hat gesehen, wie vielfältig die Schweizer Musikszene ist und darum möchte ich, dass wir alle diesen Sieg teilen.

Trotzdem: Sie sind der Star dieser Staffel.
Nein, das bin nicht ich! Es ist das Lied «Das Feyr vo dr Sehnsucht», das die Hälfte des Sieges ausmachte. Weitere 25 Prozent macht der Jodlerklub Wiesenberg aus – und ganz am Schluss kommt die Jordi.

Polo Hofer giftelte im BLICK, Sie hätten einen Heimvorteil, weil Sie in jeder Sendung dabei waren.
Ach, der Polo. Er hat doch gar nichts gegen mich. Wir haben hinter der Bühne gescherzt und ich habe ihm gedankt, dass er mir zu einer Schlagzeile verholfen hat.

Aber er sagte, das Schweizer TV habe mit dieser Sendung ein seltsames Birchermüesli angerichtet.
Was soll da falsch sein? Ich mag Birchermüesli – vor allem wenn es viele Früchte drin hat. Die Vielfalt der Stilrichtungen macht doch den Erfolg der Show aus. Aber ja, vielleicht war diese Staffel auch ein Votum für den Schlager.

Rockmusiker ärgerten sich, die Show sei ein «Musikantendstadl» für ein älteres Publikum.
Nein, es ist eine Sendung für alle! Schlager ist doch nicht nur für die Alten. Jeder, der an meine Konzerte kommt, kann erleben, wie viele junge Leute Freude an dieser Musik haben. Sehen Sie, ich will niemand bekehren, Schlager zu hören. Aber umgekehrt mag ich auch keine Energie mehr aufwenden, mich dauernd zu verteidigen, dass ich diese Musik singe.

Sie wirken so volksnah, scheinen immer gut drauf zu sein. Ist die private Jordi auch so?
Ja, ich bin ein positiver Mensch, ich spiele nichts vor. In die Schweizer Hits zu gehen, war mein Wochen-Highlight. Es macht mir wirklich Spass mit meinen Gspänli auf dem Sofa zu sitzen. Es ist wie beim Schlager. Wer ihn singt, der mag ihn.

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