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Darf das Fernsehen so weit gehen? Heute Abend zeigt Pro7 in der Casting-Show «Popstars», wie die 16-jährige Kandidatin Victoria vom Tod ihrer Mutter erfährt. Victoria kämpft mit ihren 15 Mitbewerberinnen beim Workshop in Ägypten um einen Platz in der vierköpfigen Band «Just4Girls».
«Plötzlich erschien D! beim Workshop», erzählt Victoria in der aktuellen Ausgabe der «Bravo». «Als er mir sagte, dass ich sofort meinen Papa anrufen soll, habe ich schon Schlimmes geahnt», sagt Victoria.
Der Vater erzählt seiner Tochter, dass ihre Mutter Petra zuhause in Bergheim (D) gestorben sei – völlig überraschend, mit 44 Jahren, an einem Herzstillstand. Gleichzeitig schildert Juror Detlef D! Soost (38) den anderen Kandidatinnen den schrecklichen Vorfall. Diese brechen in Tränen aus, alles festgehalten von den Kameras.
«Es war ein schrecklicher Moment. Im Team mussten wir schnell beraten, was das Beste für Victoria ist», sagt Soost heute in der «Bild»-Zeitung.
Medienprofessor Jo Groebbel ist der Meinung, dass man solche persönlichen Szenen nicht zeigen darf: «Das geht absolut nicht. Es besteht eine Fürsorgepflicht eines Senders gegenüber einer 16-Jährigen.»
Pro7 indes zeigt sich uneinsichtig. «In diesem Fall ist nur eine Meinung wichtig. Victoria ist sehr zufrieden damit, wie ihre ganz persönliche Geschichte erzählt wird», sagt eine Pro7-Sprecherin. Und die TV-Bosse reiben sich ob der Quoten die Hände.