
Bitte melden Sie sich an, um Ihren Kommentar abzugeben.
Wenn Sie ein Konto bei Facebook haben, können Sie sich damit anmelden.
Blick: Wann haben Sie sich für diesen Wechsel entschieden? Und was war der ausschlaggebende Grund?
Ingrid Deltenre: Das Angebot kam vor einigen Wochen, ich habe es mir reiflich überlegt, mich dem Auswahlverfahren gestellt und bin am Freitag gewählt worden.
Wechseln Sie nicht auch aus Frust wegen des Widerstands aus Radiokreisen?
Nein. Die Leitung von Radio und Fernsehen ist durchaus interessant und ich habe mir für dieses Amt nach wie vor Chancen ausgerechnet. Aber nun habe ich von der EBU ein Angebot erhalten, das attraktiver ist. Das konnte ich nicht ausschlagen.
Fliehen Sie mit Ihrem überraschenden Abgang jetzt nicht vor sehr grossen Herausforderungen, die dem SF bevorstehen — Stichwort Segmentierung des Medienkonsums, Spardruck, Zusammenschluss von Radio und TV?
Nein. Ich bin überzeugt, dass wir heute mit unserer fokussierten Programm- und Multimediastrategie in einer hervorragenden Ausgangslage für die Zukunft sind.
Wird Ihnen das Tagesgeschäft nicht fehlen?
Das Tagesgeschäft wird einfach etwas anders sein. Aber bei der EBU geht es zum Teil um ähnliche Fragestellungen, wie ich sie bei SF erlebe, mit dem Unterschied, dass sich diese auf dem internationalen Parkett abspielen.
Was reizt Sie am Bürojob in Genf?
Die EBU arbeitet in Peking, Brüssel, London, Madrid, Moskau, New York, Singapur und Washington. Mein Büro wird wohl ziemlich mobil sein.
Das Interview wurde schriftlich geführt.
play
Reist künftig für die EBU um die Welt, statt am Leutschenbach zu sitzen: Ingrid Deltenre. (Keystone)