Der Schweizer «Tatort» macht es den Zuschauern weiterhin nicht einfach.
Nach dem Thema Intersexualität in «Skalpell» nimmt sich in der fünften Luzerner Folge der Krimireihe Regisseur Tobias Ineichen (47) dem nächsten heiklen Fall an: Im «Tatort» mit dem Arbeitstitel «Väterpflichten» verschlägt es das Kommissarenduo Liz Ritschard (Delia Mayer, 45) und Reto Flückiger (Stefan Gubser, 54) ins christlich-fundamentalistische Milieu. Es stellen sich «Fragen nach Freiheit, Einengung, Familienideologien und Glaubensgrundsätzen», so die Produktionsfirma C-Films. Läuft das Schweizer Fernsehen Gefahr, religiöse Gefühle zu verletzen? «Glauben und Freikirchen werden nicht als Thema abgehandelt. Sie dienen lediglich als Hintergrund für den Fall», sagt Lilian Räber (44), Redaktionsleiterin Fernsehfilm beim SF gegenüber SonntagsBlick. «Ein junges Mädchen aus einer gläubigen Familie wird ermordet. Reto Flückiger und Liz Ritschard ermitteln in dem für sie unbekannten Milieu.»
Ausgestrahlt wird «Väterpflichten» im nächsten Frühjahr oder Sommer. Als nächster Luzerner «Tatort» steht «Hanglage mit Aussicht» an (26. August, 20.05 Uhr, SF 1). Themen: Zersiedelung, Bodenspekulation, unkontrollierter Zustrom von ausländischem Kapital. Auch nicht gerade leichte Krimi-Kost.
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