GNTM-Siegerin Alisar Aus der Illegalität zum Topmodel!

  • Publiziert: 17.06.2010, Aktualisiert: 03.01.2012

MÜNCHEN – Alisar lebt das Aschenputtel-Prinzip: Aus der syrischen Asylbewerberin machte Heidi Klum «Germany’s Next Topmodel». Nur die Mama hat Angst um ihr Kind.

Alisar Ailabouni (20) hats geschafft: Die GNTM-Gewinnerin steht ihm Rampenlicht und lässt sich feiern. Doch der Weg der Österreicherin auf den Laufsteg war mit Stolpersteinen gepflastert.

Denn als Alisar mit sieben Monaten nach Europa kam, sah ihre Zukunft alles andere als rosig aus, wie ihre Mutter Majeta (41) der Zeitung «Österreich» anvertraute. Der Vater reiste mit seiner Frau und den drei kleinen Kindern vor rund 20 Jahren nach Österreich. Nicht einmal Majeta ahnte, dass sie ihre syrische Heimat nie wiedersehen wird.

«Ich bin damals als Touristin eingereist. Als wird dann hier waren, sagte er, wir würden jetzt hier leben», sagt Marjeta. Die Familie zog von Ort zu Ort, hatte Angst, entdeckt zu werden.

Während drei Jahren schleifte der Vater seine Familie durchs Land – dann verschwand er, liess Frau und Kinder in der Illegalität und ohne Geld zurück. «Er zahlt keine Alimente, weil niemand weiss, wo er ist», sagt Majeta. Die Sorgen machten sie kaputt: «Mein Körper ist kaputt. Ich habe ständig Schmerzen und Migräneanfälle», sagt Majeta.

Auch finanziell läuft es nicht gut für sie. Alisars Mama hat Schulden. Die könnte ihre Tochter bald tilgen. Denn Heidi Klum (36) sicherte ihrer Siegerin ein Einkommen von rund 556‘000 Franken. Doch statt sich zu freuen, hat die Mutter Angst. Angst, ihre Tochter an die Welt der Schönen und Reichen zu verlieren. (b3i)

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