Augenzeuge über den Boesch-Blackout Die dramatischen Szenen im TV-Studio

Wie krank ist Cornelia Boesch wirklich? Nach den dramatischen Szenen im TV-Studio brechen Katja Stauber und Florian Inhauser ihre Ferien ab. «Tagesschau»-Legende Heiri Müller fordert nun einen Notfallplan.

Hier übernimmt Ruefer die Tagesschau

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Es sind die letzten Sekunden vor ihrem Zusammenbruch. Cornelia Boesch (39) quält sich am Sonntag, kurz nach halb acht, angeschlagen durch die «Tagesschau». Sichtlich geschwächt stützt sie sich ab, stellt in der vierten Minute Griechenland-Korrespondent Werner van Gent (61) ihre letzte Frage. Dann gehts ganz schnell. Ein Augenzeuge schildert BLICK, wie dramatisch die Situation im Studio tatsächlich war. «Cornelia sagte nur noch: ‹Ich kann nicht mehr›, dann sackte sie auf ihren Hocker und kollabierte». Boesch fällt mit dem Oberkörper auf das Pult vor ihr und bleibt ohnmächtig liegen.

Ein Schockmoment für die anwesenden Mitarbeiter. «Es war nicht klar, was mit ihr los ist. Es hätte alles sein können, auch ein Herzinfarkt», so der Zeuge. Sascha Ruefer (43) übernimmt kurz die Sportmoderation, dann wird die «Tagesschau» abgebrochen. «Wir mussten uns um Cornelia kümmern. Das war das einzig Richtige!»

Aber wie krank ist die Zürcherin wirklich? Oder hat sie sich einfach nur zu viel zugemutet? Vom 12. bis 21. Januar moderierte Boesch zehn Tage am Stück. Nach einer kurzen Pause von nur drei Tagen stand sie am Sonntag schon wieder im Einsatz. Der Grund: Ihre drei Moderations-Kollegen Katja Stauber (52), Florian Inhauser (46) und Franz Fischlin (52) weilten in den Ferien.

«Bei uns muss niemand arbeiten, wenn er oder sie krank ist», sagt Tagesschau-Chef Urs Leuthard (51). «Cornelia Boesch hat mit dem Produzenten abgesprochen, was aus ihrer Sicht möglich ist. Sie war zuversichtlich, dass sie die Sendung stemmen könne.» Für die Spätausgabe allerdings, das wurde schon am Nachmittag entschieden, sprang Wasiliki Goutziomitros (37) ein.

Mit Boeschs Blackout wurde erstmals in der 61-jährigen Geschichte der «Tagesschau» eine Sendung nicht fertig ausgestrahlt. An was die Moderatorin erkrankt ist und was zu ihrem Zusammenbruch führte, konnte die geschwächte Zürcherin bisher nicht selbst beantworten.

«Sie hat Fieber und wird sich in aller Ruhe zu Hause von ihrer Grippe erholen», sagt Leuthard. Das SRF lässt offen, wann Boesch, die mit Musiker Thomas Wild (61) verheiratet ist und einen 6-jährigen Sohn hat, wieder auf den Schirm zurückkehrt. Gestern übernahm ein ebenfalls kränklicher Franz Fischlin die Moderation des SRF-Flagschiffs, ab morgen soll Florian Inhauser einspringen. Er kehrt mit Ehefrau Katja Stauber frühzeitig aus den Ferien in Südostasien zurück. Das Paar landet heute in Zürich und hetzt dann praktisch direkt ins Leutschenbach. «Florian geht heute Abend auf Sendung», kündigt Leuthard an.

Publiziert am 27.01.2015 | Aktualisiert am 27.01.2015
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19.32 Uhr: Cornelia Boesch kämpft sich durch die ersten Minuten der Tagesschau. Sie wirkt bereits angeschlagen. play

19.32 Uhr: Cornelia Boesch kämpft sich durch die ersten Minuten der Tagesschau. Sie wirkt bereits angeschlagen.

Screenshot SRF
Heiri Müller verlangt mehr Reporter, die auch moderieren.

Heiri Müller fordert Notfallplan

Mehr als 20 Jahre lang moderierte Heiri Müller (68) die «Tagesschau». Der Abbruch der Hauptausgabe erstaunt den alten Moderations-Fuchs. «Durch eine Live-Sendung zu führen, kostet Kraft. Ich wäre nie mit Fieber, auch nicht mit leichtem, auf Sendung gegangen», sagt er. Müller, der 2007 pensioniert wurde, vermutet, Boesch habe sich aufgrund der Abwesenheit der Kollegen dazu gedrängt gefühlt. «Dass drei Moderatoren der Hauptausgabe gleichzeitig in den Ferien sind, finde ich heikel. Es braucht einen besseren Notfallplan. Gut wären mehr Reporter auf der Redaktion, die auch moderieren können.»

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48 Kommentare
  • Hans  Bapst aus Schwarzsee
    27.01.2015
    Mein Gott was für ein Theater ! Das kann doch jedem Mensch passieren !
    Ich wünsche der Moderatorin Cornelia Boesch gute Besserung !
  • Andreas  Keusch aus Pfäffikon SZ
    27.01.2015
    Ein Spiegelbild unserer Gesellschaft, wie verantwortungslos wir mit unserer eigenen und die Arbeitgeber mit der Gesundheit ihrer Mitarbeiter umgehen. Mit Fieber/Grippe? geht man nicht arbeiten! Da ist es heuchlerisch, seitens der Politik, wie z.B. SVP, an die Selbstverantwortung der Patienten zu appellieren, um Kosten im Gesundheitswesen senken zu können. Mit diesem Vorbild, welches wir noch bedauern? Dieses Auslagerungsprinzip der Politik, ohne die wahren Ursachen zu bekämpfen, ist heuchlerisch
  • Peter  Rappo , via Facebook 27.01.2015
    Da jetzt eine Grippewelle unterwegs ist wird es vielen Leuten auch so ergehen, ob da von den Medien auch so ein tam tam gemacht wird ?
    Gute Besserung wünsche ich an alle die auch erkrankt sind.
  • Heinz  Knauser aus Bern
    27.01.2015
    SRF kann man so oder so abschaffen.
    Dieneusten Nachrichten sind von gestern.
    Langweiliger geht es wirklich nicht.
    Was ist denn das für ein Vorgesetzter, der nicht einmal Ferien planen kann.
    Passt doch irgendwie alles zusammen.
    RTL, ARD, ZDF da gibts echte und nicht links gesteuerte Nachrichten.
    Arena, Schawinski nd all den anderen Leerlauf kann auch gleich gestrichen werden.
  • Thomas  Klotz , via Facebook 27.01.2015
    Jesses! Jetzt macht doch nicht so ein Drama daraus. Das passiert doch hundertfach täglich. Hier war es live, na und?

    Gute Besserung, Cornelia!
    • IKing  Hashiki , via Facebook 28.01.2015
      Nein, das passiert sicher nicht hundert mal täglich. Menschen, die auf ihren Körper hören, bleiben bei Grippe mit Fieber zu Hause im Bett!! Was nützt es sich halbtot rumzuschleppen, keine Leistung zu bringen, andere anzustecken und dann auch noch bei der Arbeit zusammenzubrechen?! Eine Woche im Bett und es kann frisch fröhlich weitergehen mit der Arbeit.