Assads strenge Auflagen an SRF-Brotz Wie kritisch ist das «Rundschau»-Interview?

Dazu haben nur wenige Journalisten weltweit die Chance: SRF-«Rundschau»-Moderator Sandro Brotz traf Syriens Diktator Assad. Doch die Auflagen dafür waren streng.

«Rundschau»-Moderator Brotz trifft den Diktator zum Interview

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Die ganze Welt schaut auf die eingekesselte Stadt Aleppo, dort spielt sich eine menschliche Tragödie ab. Die Zivilisten seien in der Hand von Terroristen, meint der syrische Präsident Baschar al-Assad. In einem Exklusiv-Interview mit der «Rundschau» erklärt der Machthaber heute Abend, warum er nicht an eine friedliche Lösung glaubt.

Selten bekommen Journalisten die Gelegenheit, dem Diktator aus Damaskus Fragen zu stellen. Es gibt nur wenige Interviews, die Assad der Weltpresse gegeben hat. Gestern Dienstag hat der syrische Machthaber die «Rundschau» empfangen. Zwanzig Minuten hat Assad auf alle kritischen Fragen von «Rundschau»-Moderator Sandro Brotz (47) geantwortet. SRF betont, dass es keine Zensur gab und alle Fragen zugelassen waren.

Strenge Bedingungen

Aber: Die Regierung Assad hat genau definiert, unter welchen Bedingungen sie ein Interview mit dem Präsidenten gewährt. So wurde das Interview von Kameraleuten der syrischen Regierung gedreht. Die genaue Dauer des Interviews hat das Informationsministerium vorher festgelegt. Das Gespräch müsse in voller Länge in der Schweiz ausgestrahlt werden. Assad will verhindern, dass das Interview in Abschnitten gesendet wird, unterbrochen von Bildern, die zum Beispiel Opfer von Giftgas-Angriffen zeigen, die er mutmasslich zu verantworten hat. Das lässt die Frage aufkommen: Wie kritisch ist dieses Interview?

SRF betont, dass die  «Rundschau» ihre journalistische Pflicht auch in diesem Fall wahrnimmt. Die «Rundschau» ordne die gegenwärtige Lage in Syrien ein und lasse die Aussagen des syrischen Präsidenten von zwei unabhängigen Experten kommentieren.

Immerhin: Die Interviewfragen mussten nicht im Vorfeld eingereicht werden. Präsident Assad übt in dieser Hinsicht keine Zensur aus. Vor kritischen Fragen scheint er sich nicht zu fürchten. (mst/meg)

Publiziert am 19.10.2016 | Aktualisiert am 19.10.2016
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