Harald Schmidt Ärger wegen Auschwitz-Witz

Für den Entertainer Harald Schmidt hagelt es schon nach der ersten Sendung Kritik. Der Zentralrat der Juden ist empört.

  • Publiziert: 22.09.2009, Aktualisiert: 13.01.2012
play Stein des Anstosses: Der Torbogen mit der Aufschrift in der Schmidt-Show. (Screenshot ARD)

Da blieb so manchem Zuschauer am Donnerstagabend das Lachen im Hals stecken. Bei der Debüt-Sendung seiner neuen Late-Night-Show machte sich Harald Schmidt zuerst über den aktuellen Wahlkampf in Deutschland lustig.

Doch dann liess der 52-Jährige eine Fotomontage einblenden, auf der die Agentur für Arbeit zu sehen war. Davor ein Torbogen mit der Aufschrift: «Wachstum schafft Arbeit.» Vor dem Konzentrationslager Auschwitz stand auf einem Torbogen der menschenverachtende Spruch «Arbeit macht frei».

Schmidt wollte mit dem Witz wohl die Absurdität des in Wahlkampfzeiten wiederholten Slogans «Wachstum schafft Arbeit» illustrieren. Doch das kam beim Zentralrat der Juden nicht gut an. Der Generalsekretär Stephan J. Kramer ist entrüstet: «Das ist entwürdigend, geschmacklos und beleidigend. Ich fordere Harald Schmidt auf, sich persönlich zu entschuldigen.» (ghd)

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