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Alles Paletti, die ARD kann aufatmen. Harald Schmidt hat die Verträge unterzeichnet und wird ab 17. September jeweils am Donnerstagabend auf gleichem Sendeplatz, aber mit neuem Format antreten. Ohne «Sidekick» à la Oliver Pocher.
Schmidt lässt das Kapitel Late-Night-Show somit definitiv hinter sich. Programmdirektor Herres kündigt an, der deutsche Entertainer wolle in Zukunft ganz nach dem US-Vorbild der US-Comedy-Sendung «The Daily Show» TV-Satire zum Polit-Geschehen abliefern.
Für Angela Merkel & Co kommt diese Neuigkeit mit Sicherheit weniger gelegen. Denn Schmidts Rückkehr auf die TV-Bildschirme fällt auf den Beginn des Wahl-Herbsts in Deutschland. Genau dann, wenn Politiker besonders viel Angriffsfläche für «Dirty Harrys» Parodien bieten.
Show-Vorbild Jon Stewart war lange Bushs härtester Gegner. Der US-Entertainer deckte den früheren US-Präsidenten jeden Abend in der «Daily Show» mit satirischem Spott ein. Auch sein gesamtes Kabinett von Dick Cheney über Ronald Rumsfeld bis Condoleezza Rice bekamen jeweils ihr Fett weg.
Angela Merkel und ihre Bundestags-Kollegen sollten sich also schon einmal warm anziehen für den Herbst. (lec)