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Warum haben Sie Matthias Hüppi und Alain Sutter so gelackt inszeniert?
Michel Comte: Nicht gelackt, sondern elegant. Die Moderatoren sollten für die Kampagne in eine für sie ungewohnte Rolle schlüpfen. Die EM wird ein Fest – da darf man doch mal etwas Unkonventionelles wagen!
Und farblose Sportmoderatoren wie Zuhälter verkleiden?
Diese TV-Stars sind keine Zuhälter und keine Lackaffen. Man muss nicht immer alles tierisch ernst nehmen. Fussball ist oft genug eine traurige Angelegenheit: Es gibt Verlierer, Gewalt, Hooligans. Mir war wichtig, die Zuschauer zum Schmunzeln zu bringen. Und das ist mir offenbar gelungen.
Viele ärgern sich aber über die eitle Selbstdarstellung.
Das Theater um die Kampagne ist bünzlig. Anderseits gibt sie zu reden. Somit hat sie sich gelohnt.
Die Kampagne kostet Hunderttausende Franken Gebührengelder.
Dieser Betrag ist aus der Luft gegriffen. Ich habe in meiner Karriere selten mit einem so engen Budget zurechtkommen müssen wie hier. Wir drehten die acht Spots an einem einzigen Tag. Ich hatte Riesenspass mit Hüppi und Co. – die Jungs sind schwer in Ordnung. Ich bin Schweizer und arbeite für mein Land gern beinahe gratis. Geld verdiene ich im Ausland.
Als Starfotograf bereisen Sie die Welt. Wo gucken Sie die EM?
Ich bin ab nächster Woche in Indien beim Dalai Lama wegen eines Charity-Projekts, danach reise ich für ein Shooting für «Vogue» nach New York. Selbstverständlich bin ich über alle Resultate informiert. Ich freue mich schon jetzt auf den Einzug der Schweiz in den Viertelfinal!
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Starfotograf Michel Comte.