Britney Spears im Interview «Traurig, wie grausam die Welt sein kann»

  • Publiziert: 02.11.2007, Aktualisiert: 20.01.2012

LOS ANGELES (USA) – Direkt aus dem Bett gab Popsternchen Britney Spears ein Interview. Chaotisch – wie ihr Leben – war auch ihr Gespräch mit dem Radiomann Ryan Seacrest.

«Es ist schon traurig, was die Leute so alles sagen. Wie grausam die Welt sein kann.» Zum ersten Mal sprach Britney Spears über ihren Imageverlust und den Sorgerechtstreit um ihre Söhne. So wie zurzeit alles im Leben der Pop-Prinzess war auch ihr Interview mit dem Radio-Moderator Ryan Seacrest chaotisch. Denn ihre Cousine Alli Sims musste sie wecken und Britney lag im Bett als sie am Telefon Rede und Antwort:

Radio-Moderator Ryan Seacrest: «Hi. Wer ist denn da? Britney?»
Sims: «Nein, hier ist Alli noch einmal. Ich habe Britney gerade geweckt und gebe ihr jetzt den Hörer.»
Britney Spears (voellig verschlafen): «Hi»

Seacrest: «Guten Morgen Britney (im Hintergrund kichert Britney). Sorry, dass ich dich geweckt habe. Wie gehts dir?»
Britney: «Nicht schlecht.»

Seacrest: «Sag mir mal, was bei dir gerade abgeht? Du liegst im Bett und Ally und (ihr Manager) Sam Lufti stehen bei dir im Schlafzimmer?»
Britney: «Genau.»

Seacrest: «Ich wollte mit dir über dein Album ‹Blackout› sprechen, das gestern auf den Markt gekommen ist. Hast du gross gefeiert?»
Britney: «Nee. Wir haben nur Videos geschaut. Das ist alles. Horrorfilme. Gegen halb drei sind wir dann eingeschlafen.»

Seacrest: «Habt ihr euch denn wenigstens einen Festschmaus anliefern lassen?»
Britney: «Nee. Wir hatten Kekse. Und Hähnchen vom Spiess.»

Seacrest: «Hähnchen und Kekse? Man kann dir ja deine Ernaehrung ansehen auf den Fotos, die es in letzter Zeit von dir gibt. Wie du aus den Drive Thrus kommst. Richtig gutes Essen, was?»
Britney (irritiert): «Ja»

Seacrest: «So Britney, was hast du diese Woche noch vor? Hinsichtlich PR für dein Album.»
Sam Lufti: «Das Interview ist alles, was wir an PR geplant haben.» (Im Hintergrund lachen Britney und Alli hysterisch).

Seacrest: «Cool. Dann wuerde ich gerne wissen, welcher Song auf dem Album für dich die grösste Bedeutung hat?»
Britney: «Das ist eine tolle Frage. Also, mein Lieblingssong ist ‹Heaven on Earth›. Das ist ein echt cooler Track.»

Seacrest: «Deine Single-Auskopplung ‹Gimme More› ist die Nr. 1 in den USA. Wie bist du eigentlich auf die erste Zeile des Lieds ‹Its Britney, Bitch!› (zu deutsch: ‹Hier ist Britney, Schlampe›) gekommen?»
Britney (kommt leicht ins Stottern): «Oh, oh, oh mein Gott. Der Produzent hat mir gesagt, dass ich es sagen soll. Und ich habs gemacht.»

Seacrest: «‹Preace of Me› handelt von deinem Image in den Medien, den Paparazzi, wie alle auf dir herumhacken.»
Britney: «Wo ich auch hinkomme, haben die Leute etwas über mich zu sagen. Sie stellen mir Fragen. Oft weiss ich nicht, ob sie gute oder böse Absichten haben. Ich will mit dem Song sagen ‹Hi, wenn ihr was von mir wollt, dann holt es euch› – auf eine clevere, nette Weise.»

Seacrest: «Wie sehr nimmst du dir die Berichterstattung über dich zu Herzen. Wie sehr stört es dich?»
Britney: «Häh?»

Seacrest wiederholt die Frage.

Britney (stammelt): «Wenn ich mich auf dem Cover sehe? (Es folgt ein unverständliches Flüstern von Sam Lufti) Sollen die Leute doch reden. Sollen sie doch in der Klatschpresse über mich tratschen. Man muss halt so weitermachen, wie man es will. Solange man selbst weiss was wirklich los ist, man selbst die Wahrheit kennt, nur das zählt.»

Seacrest: «Du wirst sicherlich mitbekommen haben, dass über dein Sorgerechtsstreit und deine Auftritte vor Gericht überall berichtet wird. Wie kommst du damit klar, wenn man dich als Mutter kritisierst?»

Britney (nach drei Sekunden Pause): «Wie ich schon sagte, die Leute reden was sie wollen. Es ist schon traurig, was die Leute so alles sagen – wie grausam die Welt sein kann. Am Ende ist es für einen wie gesagt am wichtigsten, dass man in seinem Herzen weiss, dass man das Bestmögliche tut.»

Seacrest: «Und du findest, dass du das Bestmögliche für deine Kids tust?»
Britney: «Oh Gott, ja. Ja!»

Seacrest: «Wie oft darfst du deine Kinder jetzt sehen?»
Britney: «Ich, ich (sie stockt)... Das wird vor Gericht entschieden, mit meinen Anwälten und so.»

Im Hintergrund ruft Sam Lufti: «Jetzt rede mal endlich wieder über witzige Sachen!»

Seacrest: «Ok. Lass uns über Tony Romo (er ist ein Football-Profi der Dallas Cowboys, der mit Britney auf dem Schoss gesichtet wurde) reden. Bis du mit ihm zusammen?»
Britney: «Mit wem?»

Im Hintergrund ist Geraschel zu hören.

Seacrest: «Okay, als was verkleidest du dich heute Abend zu Halloween?»

Keine Antwort, im Hintergrund Stimmengemurmel.

Seacrest: «Hallo? Britney?»
Sims: «Nein. Hier ist Alli.»

Seacrest: «Wo ist denn Britney?»
Sims: «Sie ist gerade aus dem Zimmer gerannt.» (Läuft mit dem Telefon durchs Haus.) «Oh, sie ist im Badezimmer und duscht gerade. Ruf doch in 10 Minuten noch einmal an.»

Als Seacrest das dann tut, will Britney nicht mehr mit ihm reden.
Bearbeitet von Dierk Sindermann

Britney gibt Koks-Brust

Irgendwie scheint Britney gut über das stark eingeschränkte Besuchsrecht für ihre Kinder hinwegzukommen: Nur zwei Tage nach dem Gerichtstermin lud sie mehrere Leute in ihr Haus ein – Party total! Nach ein paar Wodkas feierte sie – nur in Unterwäsche – mit zehn fremden Männern im Jacuzzi. Ein Augenzeuge zur «Sun»: «Einer der Männer schnupfte Koks von Britneys Brüsten!» Der Mann will die gefallene Pop-Prinzessin vorher im «Hyde»-Club in L.A. getroffen haben – sie sei in «Bomben-Stimmung» gewesen, habe später auch noch selber gekokst.

Eigentlich sollte Brit nicht in Bomben-Stimmung sein. Ihr früherer Manager Johnny Wright – er managte schon Justin oder die Backstreet Boys – verklagte sie nämlich, da sie ihm immer noch Geld schulde. Brit habe die Zahlungen an ihn im Jahr 2006 eingestellt, obwohl der Vetrag bis 2008 laufe.

Brit lebt verschwenderisch

LOS ANGELES – Ihr Privatleben ist ein Scherbenhaufen, die Karriere steckt tief in der Krise, und doch lebt Britney Spears auf ganz grossem Fuss. Das geht aus ihrer Vermögensaufstellung hervor, die Spears am Donnerstag im Streit um das Sorgerecht für ihre beiden Kinder mit ihrem Ex-Mann vor einem Gericht in Los Angeles einreichen musste. Ihr Einkommen beträgt sage und schreibe rund 854800 Franken – im Monat. Weitere monatliche Ausgabeposten: 11800 Franken für Urlaub, Geschenke und Unterhaltung18500 Franken für Kleider56000 Franken: Hypotheken für ihre zwei Häuser, 5500 Franken: Restaurantrechnungen. Ausgaben für Bildung: 0 Franken, Aufwendungen für Rücklagen und Investitionen: 0 Franken. Spenden: 579 Franken Unterhalt an K-Fed: 23000 Franken Alimente: 17400 Franken für ihre Söhne Geradezu bescheiden nimmt sich dagegen Federlines Budget aus. Der Rapper gibt für Kleidung 2300 Franken aus, 1700 Franken für Restaurantbesuche und 5700 Franken für Unterhaltung, Geschenke und Urlaub. Für Miete zahlt er 8700 Franken und für Sicherheit 7000 Franken.

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