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Die Klassik-Pop-Gruppe Il Divo räumt seit zwei Jahren ab, was das Zeug hält. Die Länder, in denen ihre drei Alben auf Platz eins der Hitparade landeten, kann man gar nicht alle aufzählen. Auf die Zugkraft der vier smarten Sänger – einer von ihnen ist der Luzerner Tenor Urs Bühler – setzte auch Barbra Streisand: Sie nahm Il Divo letzten Sommer mit auf US-Tour. Und hinterliess bei Bühler einen bleibenden Eindruck.
«Wir konnten gar nicht glauben, dass wir angefragt wurden, mit ihr, der besten weiblichen Gesangsstimme der Welt, aufzutreten», erzählt er. «Doch dann war sie es, die nervös war, bevor sie uns zum ersten Mal traf!»
Die Divos waren positiv überrascht von der oft als verwöhnt verschrienen Diva: «Wir waren völlig perplex. Sie ist eine bezaubernde Frau, die uns sogar nach unserer Meinung fragte.» Streisand habe eine starke, einnehmende Persönlichkeit und als Künstlerin sei sie Perfektionistin. «Sie ist am Boden geblieben, hat nicht dieses Michael-Jackson-Syndrom, wo man so berühmt wird, dass man den Bezug zur Realität verliert.»
Bis November spielten Il Divo und Streisand jeden Abend vor 20000 Leuten. Bühler zu BLICK: «Es war faszinierend. Aber auch langweilig. Zuvor waren wir ein Jahr lang als Headliner unterwegs, bei Barbra durften wir nur 15 Minuten pro Show auf die Bühne. Dennoch wars eine Ehre, mit einem solchen Kaliber aufzutreten.»
Der Superstar sei unglaublich grosszügig: «Sie hat das Publikum genötigt, uns zuzuhören. Indem sie uns nicht als Vorband mitnahm, sondern uns an mehreren Stellen in ihre Show integrierte. So konnten ihre Fans nicht erst nach unserem Auftritt auftauchen.»
War mit Barbra Streisand auf US-Tour: der Schweizer Tenor Urs Bühler.- Keystone