
Bitte melden Sie sich an, um Ihren Kommentar abzugeben.
Wenn Sie ein Konto bei Facebook haben, können Sie sich damit anmelden.
«Uns liegt eine Strafanzeige gegen Herrn Brandes vor. Das Verfahren ist eingeleitet», sagt Staatsanwalt Rolf Stolle zu BLICK. Brandes wird in der Anzeige beschuldigt, dass er sich wegen Betrugs strafbar gemacht hat. «Es geht dabei um Geld, das angeblich für einen Musiktitel genutzt werden sollte», so Staatsanwalt Stolle juristisch präzise. 150000 Euro (rund 240000 Fr.) soll Brandes’ einer Firma schulden. Von diesem Geld wurden CDs von Brandes Bands gekauft – die Gruppen wurden so künstlich in der Hitparade nach oben gepuscht.
Ein ähnlicher Bschiss wurde Brandes schon am Montag zum Verhängnis (im BLICK). Der Phono-Bundesverband hatte in einer bisher nie dagewesenen Aktion sämtliche CDs von Brandes aus den Charts geworfen. Unter anderem auch vier CDs unserer Euro-Song-Band Vanilla Ninja. «Die Indizien haben sich erhärtet, dass David Brandes massiv die Hitparade manipuliert hat», sagt Thorsten Braun (39) vom den Phonoverbänden in Berlin. Trotz dieser massiven Vorwürfe sagt Toni Wachter, der bei SF DRS für den Eurosong verantwortlich ist: «Herr Brandes hat einen sehr guten Ruf.»
Die Esten-Gören haben die Konsequenzen aus den Vorwürfen gegen Brandes gezogen. «Sie haben sich von David Brandes getrennt. Er betreut die Band ab sofort nicht mehr», sagt ihr neuer Manager Christoph Helbig. Als Produzent werden Vanilla Ninja Brandes allerdings nicht so leicht los. «Da ist eine Trennung erst möglich, wenn die jetzigen Verträge abgelaufen sind. Aber wenn die Vorwürfe gegen David Brandes definitiv bewiesen werden, finden wir auch da eine Lösung», sagt Helbig.
Die Zeiten, wo die Ninjas in der Nähe ihres Produzenten im deutschen Weil am Rhein wohnten, sind auch vorbei. «Sie werden nicht mehr dorthin zurückgehen. Nach der Tour fliegen sie kurz in ihre Heimat Estland. Und dann geht es schon bald nach Kiew. Ohne Brandes», stellt Helbig klar.
Beim Schweizer Fernsehen freut man sich über den Wechsel im Management. «Brandes ist jetzt nicht mehr unser Ansprechpartner. Das hat er uns mitgeteilt», sagt Pressesprecher Urs Durrer (34). Die weiteren Entwicklungen im Fall des Bschiss-Produzenten können aber auch im Leutschenbach kein gutes Gefühl aufkommen lassen. Das Sat.1-Magazin «Akte 05» hat für morgen schon neue Enthüllungen im Fall Brandes angekündigt.