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In der Zürcher Society wird im Staccato gelästert. Alexander Pereira (59) will ein Baby mit seinem Erotik-Model Daniela Weisser (20, im BLICK).
Ist Pereira ein Professor Unrat, der seiner Lola – amoroso und con fuoco – sein Herz verschenkte? Oder kann er nicht anders, weil die Biologie es so will? Der Attraktivitätsforscher Karl Grammer: «Männer suchen junge Frauen um sicherzugehen, dass ihre Gene im Nachwuchs verewigt werden.»
Gut möglich, dass sich Pereira nur in der Tradition grosser Künstler sieht. Charlie Chaplin (†88) und Pablo Picasso (†91) waren späte Kindserzeuger. Anthony Quinn (†86) wurde mit 81 nochmals Vater, Clint Eastwood mit 67, und Luis Trenker (†97) stand mit 96 seinen Mann.
Die Gesellschaft reagiere älteren Vätern gegenüber oft mit Neid, konstatiert Jugendpsychologe Allan Guggenbühl. «Doch der Eros kann Altersunterschiede und verschiedene Lebenssituationen sehr wohl überbrücken.» Guggenbühl: «Ältere Väter sind oft gelassener.»
Nur: Kinder von Männern über 50 erkranken später dreimal so häufig an Schizophrenie wie jene von 20-Jährigen. Auch Missbildungen sind häufiger.
Alte Väter – gute Väter? Die Psychologin Anna Schoch spricht in ihrem Buch «Perspektiven für erwachsene Männer» von «purem Egoismus». Ihr Fazit: «Wer glaubt, sich mit Kindern einen Jungbrunnen zu schaffen, betrügt nicht nur sich selber, sondern auch alle anderen Beteiligen.» Vor allem die viel jüngere Neu-Frau sei sich nicht bewusst, dass sie in der Blüte ihres Lebens einen Greis versorgen müsse.