So viel Koks wie Bismarck hatte noch nie einer im Blut!

  • Publiziert: 11.10.2007, Aktualisiert: 14.01.2012

LONDON – Der im Sommer in London verstorbene deutsche Adelige Gottfried von Bismarck hat einen traurigen Drogenrekord aufgestellt.

Da kommen selbst Pete Doherty und Amy Winehouse wie brave Bürger daher. Gemäss einem Bericht Paul Knapmann – Londons zuständiger Untersuchungsrichter – soll sich Gottfried von Bismarck vor seinem Tod jede Stunde Kokain gespritzt haben. So viel Kokain hat der Autopsie-Arzt noch nie in einem menschlichen Körper entdeckt, wie er selber sagt. Ausserdem sei das «Enfant Terrible» des detuschen Adels HIV-positiv gewesen und litt an Hepatitis B und C.Vor rund drei Monaten war Bismarck – ein Urenkel vom berühmten deutschen Reichskanzler – entdeckt worden, auf einer Matratze liegend, die Ärmel hochgerollt, tot. Gottfried war gerade mal 44 Jahre alt geworden. Tagelang lag seine Leiche unentdeckt in seiner Londoner Wohnung.«Eine sehr bedauerliche Geschichte», wie Richter Knapmann sachlich treffend zusammenfasst. Der Letzte, der den Grafen gemäss «Timesonline.co.uk» lebend gesehen hat, war sein Freund Paul Hillstead. Dieser bestätigt, dass Gottfried von Bismarck völlig zugekokst war. Zeit seines Lebens war der deutsche Blaublüter immer wieder wegen ausschweifender Partys, Orgien, Drogen und anderen Exzessen in die Schlagzeilen geraten. Es ist wenig verwunderlich, dass er schlussendlich daran zugrunde gegangen ist.Der Autopsie-Befund ist die vorerst letzte Zeile in einem düstern Kapitel deutscher Adelsgeschichte. (lck)

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