Brad Pitt verliebt in extravagantes Projekt an der Goldküste So jolie!

  • Aktualisiert am 20.01.2012
  • Von Lukas Rüttimann
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KÜSNACHT ZH – Essen Angelina Jolie und Brad Pitt bald Fisch in Petermann’s Kunststuben? Architektur-Fan Pitt findet die Küsnachter Luxus-Villa von Star-Architektin Zaha Hadid mehr als jolie!

Es ist das derzeit wohl spektakulärste Architekturprojekt der Schweiz: An der Zürcher Goldküste baut Star-Architektin Zaha Hadid (57) eine Luxus-Villa – die teuersten Doppelhaushälften der Welt, ein futuristisches Reihenhaus, wie es die Welt noch nicht gesehen hat (siehe Diashow).

Als mögliche Käufer kommt nur in Frage, wer das nötige Kleingeld besitzt – Russen, Inder, Asiaten, die neuen Superreichen. Oder eben: Hollywood-Beau Brad Pitt (43)!

Der Superstar, der pro Film über 20 Millionen Dollar kassiert, hat auf das Projekt mehr als nur ein Auge geworfen: Nachdem das Modell Anfang Jahr in St. Moritz vorgestellt wurde, rief Pitt den Schweizer Immobilienunternehmer Adrian Bratschi an für Infos über die Traumvilla am Zürichsee.

Als einer der wenigen Exklusiv-Kunden erhielt der Star die dicke weisse Präsentationsmappe mit den von Hadid designten Symbolen für die Häuser «Marmorera» und «Montanara». Bratschi zu BLICK: «Ja, ich habe ihm die Mappe geschickt.»

Pitt ist Architektur-Fan

Der vom People-Magazin zum «sexiest Man alive» gewählte US-Superstar im beschaulichen Küsnacht? Alles andere als Utopie! Denn Pitt ist bekennender Architektur-Fan; nicht selten trifft sich der Star aus Filmen wie «Fight Club» oder «Seven» mit den Grossen der Branche. Ein klares Argument für Pitt, wie Bratschi bestätigt: «Das Projekt wird sicher an jemanden vergeben, der die aussergewöhnliche Architektur zu schätzen weiss.»

Tatsächlich geht Pitts Leidenschaft für Architektur und Design so weit, dass er sich aktiv am Wiederaufbau der von Hurricane «Katrina» zerstörten US-Stadt New Orleans beteiligte. Zusammen mit einer Umweltorganisation entwickelte er klimafreundliche Wohnhäuser.

Befreundet mit Zaha Hadid

Kommt hinzu: Brad Pitt und Zaha Hadid sind befreundet. Vor vier Jahren plante der Schauspieler in Los Angeles ein Projekt mit US-Architekt Frank Gehry – mit Hadid im Komitee.

Auch das gemeinsame Kind von Pitt und Angelina Jolie (34) heisst nicht umsonst Shiloh Nouvel – der zweite Name ist eine Hommage an den französischen Architekten Jean Nouvel. Ob Shiloh in Küsnacht zur Schule gehen wird?

Ein Vorentscheid fällt bald: «Im Sommer wird entschieden, wer den Zuschlag für das erste der beiden Häuser erhält», sagt Bratschi. Und fügt an: «Pitts Chancen sind intakt.»

Die teuersten Doppelhaushälften der Welt

Wenn die berühmteste Architektin der Welt an der Goldküste baut, wird geklotzt – und nicht gekleckert!

Auf fünf miteinander verflochtenen Etagen (von denen nur drei sichtbar sein werden) entstehen die teuersten Doppelhaushälften der Welt: «Marmorera» und «Montanara». Geschätzter Preis für die rund 1000 Quadratmeter Wohnfläche: von einem zweistelligen Millionenbetrag in Euro an aufwärts!

Für diese Kleinigkeit gibts Luxus und Style pur. Geschwungene Konturen, fliessende Übergänge von innen nach aussen – sowie die üblichen Standards für Superreiche wie Badelandschaft oder atemberaubende Terrassenwelten inklusive. Alles in strahlendem Weiss und einem Feuerwerk aus Stahl und Glas.

Besonders spektakulär: Die Aussenfassade aus Expoidharz kommt völlig ohne Fugen aus und unterstreicht den futuristischen Charakter dieser «Traumvilla für das 21. Jahrhundert» (Objektbeschrieb).

Typisch für Zaha Hadid, die mit ihren fliessenden Formen als «Meisterin der unmöglichen Architektur» gilt. Im Sommer will die englische Star-Architektin mit ihrem ersten Bau in der Schweiz beginnen.

‹Transparenz ist Luxus›

Zaha Hadid (57). – Die in Bagdad geborene Engländerin (Motto: «Transparenz ist der Luxus der Moderne») gilt als berühmteste Architektin der Gegenwart: Als bisher einzige Frau erhielt sie den Pritzker-Preis – den Nobelpreis der Architektur.

Sie studierte in London, wo Hadid auch ihr erstes Büro gründete. Lange Zeit galten ihre Projekte als zu kühn und stellten für Bauherren ein Risiko dar. Erst 1993 schaffte sie den Durchbruch: mit dem Feuerwehrhaus des Vitra-Werks in Weil a. Rhein.

Zu den berühmtesten Bauwerken der Brit-Irakerin zählen die Sprungschanze am Bergisel in Innsbruck, die Zentralanlage des BMW-Werks in Leipzig, das Guggenheim-Museum in Taiwan oder der Bahnhof Afragola in Neapel.

In der Schweiz wurde sie mit ihrem Entwurf für ein neues Stadtcasino am Barfüsserplatz in Basel bekannt. Das Stimmvolk lehnte das gewagte Projekt jedoch ab.
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