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Eine Woche nach seinem Sieg überrascht Mister Schweiz Tim Wielandt gleich mit mehreren Aussagen: Er habe die frühere Freundin betrogen, Haschisch geraucht und mit seiner Jugendgang Schlägereien erlebt. Ausserdem kommt der Luzerner regelmässig zu spät – immerhin hat er dafür eine gute Ausrede parat.
Herr Wielandt, jetzt warte ich schon über eine halbe Stunde auf Sie. Warum sind Sie so unpünktlich?
Tim Wielandt: Es tut mir leid, dass ich zu spät bin. Ich hatte ein gedrängtes Tagesprogramm und wollte noch kurz meine Familie sehen.
Selbst eine Familie gründen, ist das kein Thema?
Dafür fühle ich mich zu jung. Solange ich beruflich noch auf der Suche bin, will ich damit warten.
In der Liebe sind Sie nicht mehr auf der Suche. Oder doch?
Ich finde Treue etwas extrem Wichtiges. Leider war ich in meiner letzten Beziehung untreu, das war ein grosser Fehler. Heute stehe ich dazu und bereue mein Verhalten sehr.
Was war da los?
Meine damalige Freundin und ich waren acht Jahre lang ein Paar. Dann fing ich ein Verhältnis mit einer anderen Frau an. Es tut mir heute noch leid, dass ich meine Partnerin betrogen habe.
Ist Sex wichtig für Sie?
Eine Freundin, die ich ständig dazu überreden müsste, wäre nichts für mich. Sex ist gesund und macht auch noch Spass. Und wenn Carmen nicht da ist, kann ich mir auch mal selber helfen (lacht).
Sex, Drugs and Rock ’n’ Roll!
Klar habe ich auch schon mal ab und zu eins gekifft. Zu Hause bei Pink- Floyd-Musik oder auf Partys.
Letzte Woche wollten Sie noch eine Anti-Raucher-Kampagne starten ...
Das war ernst gemeint. Rauchen ist in Zukunft tabu. Ich werde alles geben, um meinen Vorsatz einhalten zu können. Ich möchte ein Vorbild für die Jugend sein.
Ach so?
In meiner Jugendzeit war ich in einer Italo-Clique. Zweimal sind wir verprügelt worden. Einmal sind Skinheads auf uns los, Bierflaschen sind geflogen und einige wurden übel zugerichtet. Das andere Mal gerieten wir in eine Schlägerei, weil wir ein behindertes Mädchen vor 40 Hooligans schützen wollten.
Haben Sie je zugeschlagen?
Nein! Klar habe ich auch dumme Sachen gemacht, zum Beispiel Pedalos entwendet oder bei Autopneus die Luft rausgelassen. Aber das sind doch Jugendsünden und haben niemandem wirklich geschadet.
Ein Saubermann sind Sie trotzdem nicht.
Ich stehe zu meinen Fehlern und Macken. Niemand ist unfehlbar.
Im TV gaben Sie sich als Tierfreund mit Kuh «Marissa» und Ferkelchen. Alles nur Show?
Ich liebe Tiere, bin aber kein Bauer. Im Alltag habe ich so gut wie nichts mit Tieren zu tun. Meinen Kompost verfüttere ich selber an die Schweine und mag die kleinen Säuli sehr.
Ihnen fliegen die Frauenherzen nur so zu!
Die Grenze zum Aufdringlichen ist auch schon überschritten worden. Eine wildfremde Frau hat mich von hinten gepackt und betatscht. Es war unangenehm, so in die Enge getrieben zu werden. In der Regel geniesse ich aber die Sympathien.
Sie scheinen alles zu haben, was Frauen begehren. Was raten Sie Ihren Geschlechtsgenossen?
Den Frauen zuhören und ehrliche Gespräche führen. Gebt ihnen ein Gefühl der Vertrautheit.