Zur besten Sendezeit über die Festtage laufen vom Berner drei neue Folgen Markus Imboden (61) verrät das Rezept für einen tollen «Tatort»

Das ist Schweizer Krimi-Wahnsinn: Regisseur Markus Imboden (61, «Der Verdingbub») ist derzeit unser heissester «Tatort»-Export. Gestern lief sein schwarzhumoriger Krimi «Wendehammer», den er für den Hessischen Rundfunk drehte. Zwei weitere Episoden folgen. Der Interlakner Sohn eines Concierges gilt als stiller Schaffer. Er pendelt zwischen Berlin und Zürich, wo er auch als Professor an der Hochschule der Künste doziert.

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● «Zuerst einmal braucht es eine überraschende Geschichte. Sie soll ein aktuelles Thema aufgreifen. Den Krimi «Wendehammer» von gestern habe ich für den Hessischen Rundfunk mit viel Humor inszeniert: Es geht um Hackerangriffe, um den Kampf der analogen gegen die digitale Welt. Und um einen aufreibenden Nachbarschaftsstreit. Ironie kommt beim ‹Tatort› momentan besonders gut an.»

● «Ganz anders ist mein Weihnachts-«Tatort» «Klingelingeling», den ich für den Bayerischen Rundfunk mit dem Kultermittlerduo Batic und Leitmayr gedreht habe. Er ist traurig, besinnlich. Das funktioniert an den Festtagen. Es geht um die Bettelmafia, ums Kinderkriegen in einer unmenschlichen Welt, die nur Weihnachtsgeschenken nachrennt.»

Gesellschaftsrelevante Themen

● «Immer wieder bewegen auch Episoden mit ernsten, gesellschaftsrelevanten Themen die Zuschauer. Der Krimi ‹Land in dieser Zeit›, der am 8. Januar läuft, ist sehr politisch und der vielleicht interessanteste der drei Filme. Es geht um die neue intellektuelle Rechte, babylonische Zustände. Solche Themen sind ein grosses Bedürfnis des Zuschauers und ein Qualitätsmerkmal des ‹Tatorts›.» 

● «Es braucht immer gute Schauspieler. Schweizer sind oft vorne dabei. In «Wendehammer» spielt Roeland Wiesnekker den Polizeichef. Sein Nachfolger im ‹Land in dieser Zeit› ist der Bündner Bruno Cathomas.» 

Glaubwürdige Figuren

● «Das Wichtigste sind immer die glaubwürdigen Figuren. Sie müssen Menschen sein, die wir verstehen, die uns berühren, mit denen wir mitgehen können. Vor allem die Kommissare tragen durch den Film. Mit ihnen muss es Spass machen. Sie müssen die richtigen Fragen an die Welt und an die Täter stellen.»

● «Und schliesslich braucht es eine mutige Redaktion – wie den Hessischen Rundfunk –, die immer wieder neue Wege geht. Und einen Regisseur, der das Besondere herauszukitzeln versteht – der die Geschichte ins Rollen bringt und es im richtigen Moment auch rollen lässt. Mein Markenzeichen ist neben der guten Schauspielerarbeit, die Verbindung von Komik und Ernsthaftem.»

Publiziert am 19.12.2016 | Aktualisiert am 19.12.2016
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2 Kommentare
  • Stan  Orwell 19.12.2016
    Jeder Tatort steiger sich zu einer psychoanalytischen Dokumentarsendung. Gibt es eigentlich auch wieder einmal einen ganz normalen Sonntagabendkrimi? Bin ich der einzige, dem diese Tatort-Psychofilme auf den Wecker gehen?
    • Reto  Caprez 19.12.2016
      Stimme zu, dieser Tatort war langweilig und zum Einschlafen! Mit Psychogesülz und ein paar Begriffen aus der digitalen Welt und dem Internet, entsteht kein spannender Tatort. Die ganze Geschichte war zu realitätsfremd!