Wegen Miss-Autopneu-Vergleich bei Mister Schweiz Zoff unter Schönheitskönigen

  • Publiziert: 07.09.2010, Aktualisiert: 03.01.2012
  • Von Bettina Bendiner

ZÜRICH - Der Mister-Gay-Macher erhebt schwere Vorwürfe gegen die Mister-Schweiz-Organisation.

Mister-Schweiz-Macher Urs Brülisauer verglich den amtierenden Mister Gay mit einer Miss Autopneu. Und macht sich damit unbeliebt. Mister-Gay-Chef Oliver Eschler ist stocksauer: «Das ist arrogant und überheblich. Es ist doch nicht nötig, die Konkurrenz runterzumachen.»

Zum Eklat kams, weil dem amtierenden Mister Gay, Dominic Hunziker (25), (Blick.ch berichtete).

Urs Brülisauer sah die Absage pragmatisch. Der Mister Schweiz könne nicht auf jede Anfrage reagieren. «Wir müssen irgendwo eine Grenze ziehen. Sonst kommt plötzlich jede Miss Autopneu und will den amtierenden Mister Schweiz treffen.»

Brülisauer betont aber: «Wir haben nichts gegen Schwule.» Oliver Eschler hingegen wirft Brülisauers Organisation eine «fast schon pathologische Verkrampftheit» gegenüber Gay-Themen vor. Das könne daher kommen, dass Schönheitswahlen für Männer generell das Label «schwul» anhafte.

Eschler: «Wimpern zupfen, schminken, frisieren und Pirouetten drehen, wie es bei Mister Schweiz gemacht wird, sind eine Verschwuchtelung des Mannes.» Der Mister Gay habe immerhin noch eine politische Funktion. Abgesehen davon seien Mister-Wahlen einfach gute Unterhaltung – ob gay oder hetero. «Ich erwarte deshalb eine Entschuldigung.» Urs Brülisauer möchte sich zum Thema auf Anfrage nicht mehr äussern. 

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