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Frau Vinzens, sie werden heute in einer Woche 26. Was wünschen Sie sich zum Geburtstag?
Glück und Erfolg.
Wie werden Sie feiern?
Sicher mit meiner Familie und meinen Freunden. Ob in Chur oder Zürich, weiss ich noch nicht. Es wird sicher ein genialer Tag.
Sie sind seit einer Woche in der Schweiz, wollen noch ein weiter Monat hier bleiben. Weshalb?
Für mich ist es jetzt die perfekte Zeit hier zu sein. Meine beste Freundin hat geheiratet, ich habe viele Interviews und Shootings hier und möchte natürlich gerne an die «Miss Schweiz»-Wahl. Ich kann so sehr viel verbinden. Zudem beginnen meine anstehenden Projekte in den USA nicht vor Oktober.
Was sind das für Projekte?
Dazu kann und will ich noch nichts sagen.
Was ist in der Schweiz besser als in Los Angeles?
Hier ist meine Familie. Hier sind meine geliebten Berge. Und hier hab die beste Schokolade, die es gibt.
Und was ist in Los Angeles besser als in der Schweiz?
Es ist einfach der Ort der unbegrenzten Möglichkeiten. Das Leben in komplett anders. Es ist ein anderes Klima, die Leute leben in einem anderen Tempo. Und es hat sehr viele interessante Leute in LA.
Ist es nicht auch viel härter und brutaler?
Ja klar. Aber so ist Amerika. Mich schreckt es nicht ab. Ich fühl mich dort total wohl, es ist genial. Das einzige was mich nervt, ist der Verkehr. Egal wohin man geht, es dauert immer mindestens eine Stunde bis man da ist. Es hat ja immer alles seine beiden Seiten. Einerseits ist das Leben in Los Angeles genial, weil man eben so viele Möglichkeiten hat. Auf der anderen Seite sind die Leute auch sehr oberflächlich. Es ist einfach alles irgendwie extrem, alles ist grösser, von allem hats mehr. Natürlich auch von den Leuten, die in die Schauspielerei oder ins Modelbusiness wollen . Und das wollen alle. Mich schreckt das überhaupt nicht ab. Jede Person ist eine eigene Person. Ich weiss, wer ich bin.
Wer sind Sie?
Nadine Vinzens = eine Person die es liebt, neue Sachen auszuprobiueren. Ich bin sehr glücklich, sehr experimentierfreudig und offen für sehr viel Neues. Ich liebe das Unbekannte.
Was ist das nächste Unbekannte, das Sie entdecken wollen?
Ich möchte nach Australien, möchte mir die Surfergebiete anschauen.
Surfen Sie?
Nein, ich habe Angst vor der Tiefe des Meeres.
Welche Sportarten machen Sie?
Kickboxen, Muskelarbeit, Hiking, das ist ähnlich wie wandern und im Winter Snowboarden.
Seit fast fünf Jahren leben Sie in Los Angeles, den Durchbruch als Schauspielerin haben Sie noch nicht geschafft. Was hält Sie noch dort?
Man spricht immer von Durchbruch. Mein Gott, was ist schon ein Durchbruch. Ich habe die Schauspielschule gemacht, bin mir jetzt meine Karriere am aufbauen. Zudem gehe ich erst seit etwa zweieinhalb Jahren an Castings. Um mein Berufsziel zu erreichen gehe ich Schritt für Schritt vor.
Wie sehen diese Schritte aus?
Indem man nichts unversucht lässt. Einerseits habe ich mein Management, dann meine guten Kontakte. Wöchentlich gehe ich an 3-4 Castings. Ich habe mich daran gewöhnt, dass jede Woche anders ist, das ist ja auch spannend. Nie zu wissen, was kommt. Würde mich das zermürben, würde ich es nicht mehr machen. Das einzige was mich nervt, ist auch da wieder der Verkehr.
Sie sind heute 25, sind nach LA ausgewandert, haben bereits eine Ehe inklusive Scheidung mit dem Punk-Musiker Neshawn Hubbard hinter sich. Schon viel in den jungen Jahren.
(Lacht) Ja, ich bin eine Schnelle. Punkto meiner Ehe, es hat halt nicht funktioniert.
Wollen Sie nochmals heiraten?
Sicher nicht in nächster Zeit.
Stimmt es, dass Ihnen Ihr Bünderdialekt Ihre Film-Karriere erschwert?
Überhaupt nicht. Im Gegenteil. Die Amis lieben fremde Akzente. Klar nicht alle, in den USA lieben sie es in den meisten Fällen.
Viele lassen sich in der Traumfabrik operieren und spritzen. Haben Sie schon etwas an sich machen lassen? Was würden Sie tun, was nicht?
Nein, ich habe nichts machen lassen und würde auch nie was machen lassen. Ich bin wie ich bin, etwas anderes kommt für mich nicht in Frage. Oder seh ich etwa so aus, als hätte ich was machen lassen?
Hm, vielleicht die Oberweite?
Nadine Vinzens lacht und äussert sich nicht weiter.
Für einen Wettbewerbsspot für eine US-Steuerberatungsfirma haben Sie sich ausgezogen, die 25000 Dollar aber nicht gewonnen. Wieso sind Sie so weit gegangen?
Ich war gar nicht nackt. Ich hatte einen BH und natürlich eine Hose an. Es wurde nur so gefilmt, dass man denken konnte, ich sei nackt. Freunde haben mich gefragt, ob ich das machen würde, sie fanden meinen Akzent passend dafür. Es war just for fun.
Die Schweizer Presse hat anders reagiert, einige nannten es «der tiefe Fall der Nadine Vinzens» ...
Wissen Sie, ich kann mit dem was über mich geschrieben wird ganz gut umgehen. Manches sehe ich nicht mal und wenn schon, bringt es mich ab und zu zum Lachen. Mir muss egal sein, was über mich geschrieben wird. Das ist es mir zum Glück auch. Meistens ist es sowieso so, dass 10 Prozent stimmen, 90 davon nicht.
Sie hatten kürzlich eine Rolle bei CSI New York. Was war das für eine Rolle?
Ja, es war eine kleinere Rolle, mit etwa zwei Sätzen. Ich habe eine minderjährige Prostituierte gespielt, die gekidnappt wurde. Ich wurde befreit und habe überlebt. Der Dreh war eine fantastische Erfahrung.
Nun schockieren Sie die Schweiz mit Fotos für das Softpornomagazin «Girls Gone Wild». Weshalb haben Sie das gemacht?
Es ist kein Softpornomagazin. Wie Maxim oder Playboy ist es ein Magazin für Männer. Es gibt darin nichts Nacktes zu sehen. Mit hat zudem gefallen, dass sie in dem Heft nur Frauen zeigen, die nichts an sich machen liessen. Der Chef des Hefts, Joe Francis, ist ein guter Freund von mir. Das Shooting hat Riesenspass gemacht, es war genial. Die Fotos sind stilvoll und cool. Ich würde es sofort wieder machen – man sieht ja nichts. Ich würde mich wieder ausziehen.
Wieviel haben Sie dabei verdient?
Ich habe sicher nicht schlecht verdient.
Was gefällt Ihnen an Ihrem Körper am besten?
Mein Bauch, meine Zähne, meine Hände und meine Augen.
Was am wenigsten?
Nichts.
Auf Ihrem Gästebuch erhalten Sie von vielen Männern Komplimente für die erotischen Aufnahmen. Frauen äussern sich gar nicht. Steckt da Neid dahinter?
Ich weiss es nicht. Eifersucht, Neid, keine Ahnung. Es muss ja auch nicht negativ sein, wenn sich Frauen nicht äussern. Aber es ist schon so: Frauen sind wie Katzen zueinander.
Sind Amerikanerinnen eifersüchtiger als Schweizerinnen?
Oh ja, es gibt sehr viele Drama Queens, was ich schockierend finde.
Nun haben Sie eine der Hauptrollen im Horrorstreifen «Stop it Said the Raven». Was genau machen Sie da genau?
Es ist etwas zwischen Action und Fantasy. Ich bin eine, die von ihrer schlimmen Vergangenheit heimgesucht wird. Um mich herum passieren mysteriöse Morde. Ich weiss nicht mehr, was wahr ist und was nicht, verliere die Realität.
Frau Vinzens, mal ganz ehrlich. Seit fünf Jahren leben Sie in Los Angeles. Ihre schauspielerische Erfolgsbilanz liegt im Erotikbereich- und Horrorgenre. Haben Sie sich das vor fünf Jahren so vorgestellt?
Ich bereue nichts, was ich je getan habe. Ich würde alles wieder genauso machen. Das Leben ist immer eine Erfahrung, egal was man erlebt, egal was passiert. Es entsteht aus allem etwas Neues. Ich würde den Weg den ich bis jetzt gegangen bin, wieder einschlagen.
Wie hart ist das Filmgeschäft in Los Angeles?
Hart.
Hat man Sie schon versucht, auf die Besetzungscouch zu ziehen?
Sicher funktioniert das so, es gibt viele entsprechende Geschichten dazu. Aber nicht für mich. Wenn man die richtigen Leute kennt, ist das überhaupt kein Problem.
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Selbstbewusst geht die 25-jährige Ex-Miss in LA ans Werk. (SinnArt.com/Blick)