Wirt Pietro di Stefano trauert um Udo Jürgens «Zum Brunch hatte er noch Rührei mit Speck»

Er war einer der letzten, der Udo Jürgens († 80) lebend sah. Pietro di Stefano (43) ist Pächter des Restaurants Ochsen in Tägerwilen TG. «Udo besuchte uns regelmässig. Er war ein treuer Kunde», erzählt der Italiener.

Hier nahm Udo Jürgens seine letzte Mahlzeit ein

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Auch an diesem Sonntag kehrte der Entertainer mit seiner Lebenspartnerin Michaela Moritz (44) und seinem Chauffeur Billy Todzo (63) im Ochsen ein. «Udo hatte bei uns seinen festen Tisch im hinteren Teil des Lokals», so di Stefano. «Sie kamen gegen zwölf Uhr zum Brunch, er ass Rührei mit Speck und Weissbrot. Es hat ihm gut geschmeckt.» Dazu trank Udo Jürgens einen Milchkaffee.

Nur wenige Stunden später stirbt der grosse Musiker an akutem Herzstillstand. Bei seinem Besuch im «Ochsen» habe Jürgens tatsächlich schon etwas angeschlagen gewirkt, erzählt di Stefano. «Sein Gesicht war  bleich. Deswegen machte ich mir schon ein bisschen Sorgen.» Denn Jürgens war für den Koch mehr als nur ein gewöhnlicher Gast. «Udo war ein wahnsinnig netter Mensch. Einmal durfte ich sogar mit seinem Bentley eine Runde fahren», so di Stefano. Nachdenklich fügt er an: «Wenn man mit ihm redete, hatte er immer ein Lächeln im Gesicht.»

Udo Jürgens’ Tod nimmt den Wirt sehr mit. «Udo wollte in nächster Zeit häufiger vorbeikommen», sagt er. «Er frühstückte gerne spät, wir sollten ihm dafür jeweils um die Mittagszeit ein Buffet herrichten.»

Di Stefano wird den beliebten Sänger in bester Erinnerung behalten. Noch kann er es aber nicht fassen, dass er nicht mehr wiederkommt. «Seine letzten Worte waren: Ich freue mich auf den nächsten Besuch – und ich wünsche dir schöne Weihnachten, Pietro.»

Publiziert am 23.12.2014 | Aktualisiert am 23.12.2014
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Wirt Pietro di Stefano zeigt den Lieblingstisch von Udo Jürgens (links). play

Wirt Pietro di Stefano zeigt den Lieblingstisch von Udo Jürgens (links).

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7 Kommentare
  • R.  Egli 23.12.2014
    Im Gegensatz zu den Kommentarschreibern kannte dieser Wirt ihn gut.
    Ergo - kann er sich auch dazu äussern und seine Traurigkeit kundtun.
  • Markus  Meier aus Zürich
    23.12.2014
    Udo Jürgens; ein Beispiel für einen Menschen, welcher zwar nicht treu sein konnte, wollte, aber die Menschen mit Respekt, und Wohlwollen gegenüber stand, ein sehr netter, zuvorkommender Mensch. Mehr Leute wie Udo Jürgens, und die Welt wäre sicher lustiger, bunter, fröhlicher. Er bewegte sich komplett frei von Zwängen, gab auch seiner Meinung Gewicht, habe Ihn in Portugal getroffen, ein Mensch mit Anstand, einer Aura und sehr zuvorkommend, zum Glück muss er nicht im Altersheim versorgt werden.
  • Nebojsa  Vuckovic 23.12.2014
    Lieber Blick, die Berichte sollen aufhören, es wird mit der Zeit langweilig.
  • Marco  Goby 23.12.2014
    «Zum Brunch hatte er noch Rührei mit Speck»!

    Das einzige, das wirklich interessiert, ist die Tatsache, dass er gestorben ist! Wer ihn zuletzt gesehen hat, was er zum Frühstück gegessen hat, ist absolut irrelevant und tut absolut nichts zur Sache!
    Es wäre schön und pietätvoll, wenn man sich bei Todesfällen mehr auf das Wesentliche konzentrieren und seine Leistungen und sein Vermächtnis honorieren würde.
  • Heinz  Schweizer 23.12.2014
    Was interessiert die Allgemeinheit ob er zum zMorge noch Zopfbrot oder Rührei und anschliessend noch SeLausannesx oder halt nicht hatte?