Weiler bleibt Kopf der Schwulen

  • Aktualisiert am 19.01.2012
  • Von Aurelian Baldinger
Stephan Weiler als Aushängeschild von Pink Cross- Screenshot Pinkcross.ch

ZÜRICH – Ständig wird gemunkelt, Stephan Weiler stehe auf Männer. Erst recht seit er sich von seiner Freundin getrennt hat. Das nervt die Mister-Schweiz Verantwortlichen. Dennoch bleibt er das Gesicht der Schweizer Schwulen-Organisation.

Mit verführerischen Augen und nacktem Oberkörper wird man von Mister Schweiz Stehphan Weiler auf der Website Pinkcross.ch wilkommen geheissen. Es ist die Adresse der nationalen Schwulen Organisation. Nur: Weiler selbst wusste nichts davon, wie das Gratisblatt «20 Minuten» schreibt.

«Das Foto auf der Website ist Teil der Zusammenarbeit mit Pink Cross», bestätigt Urs Brülisauer von der Mister-Schweiz-Organisation gegenüber Blick.ch und fügt an: «Offenbar war Stephan nicht bewusst, dass sein Bild dort erscheinen wird.» Für Pink Cross hat Weiler zudem an der Gay-Parade in Biel teilgenommen und lancierte im September den offiziellen «Pink Cross Drink» (Blick.ch berichtete).

Schwule Männern haben Weiler zur Ikone gemacht. Trotz dieser Beliebtheit distanziert er sich immer wieder von diesem Image: «Ich bin nicht der Mister der Schwulen», sagte er gegenüber Blick.ch. Und bei jeder Gelegenheit dementieren er und das Mister-Management Gerüchte, Weiler könnte selbst auf Männer stehen. «Das ist nervig, zumal es schlicht unwahr ist», beklagt sich Brülisauer.

Dabei hätte die Zusammenabreit mit Pink Cross nur Berührungsängste zwischen Heteros und Schwulen abbauen sollen, so Brülisauer: «Es ist doch cool und bemerkenswert, dass sich ein Mister Schweiz für Randgruppen einsetzt.» Und daran will man auch festhalten: Stephans Kopf bleibt Pinkcross.ch erhalten. (ab)

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