Bernhard Russi zu 50 Jahre James Bond Wegen 007 lag ich drei Monate im Spital

Bernhard Russi und sein James-Bond-Drama. Als Stuntman fuhr das Ski-Talent am Rand einer Schneemauer – und stürzte.

  • Publiziert: 04.10.2012
  • Von Flavia Schlittler
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Heute konzipiert Bernhard Russi weltweit Skipisten.

(Samuel Truempy)

Morgen Freitag ist es genau fünfzig Jahre her, seit der erste James-Bond-Film «Dr. No» Premiere feierte. Ein Jubiläum, das auch Olympiasieger Bernhard Russi (64) feiert. «Ich werde alle mit ‹Hi my name is Russi, Bernhard Russi› begrüssen», sagt er lachend. An 007 hat der Urner aber auch schmerzhafte Erinnerungen. Als 21-jähriger Hochbauzeichner-Lehrling und grosses Ski-Talent wurde Russi als Stuntman für den Bond «Im Geheimdienst Ihrer Majestät» angeheuert. «Es war toll. Ich bekam 150 Franken pro Tag. Verglichen zu 120 monatlich als Stift.»

Das Skript hat ihm entsprochen. «Als einer von drei Bond-Verfolgern musste ich am Rand einer vier Meter hohen Schneemauer fahren. Ich stürzte und prallte mit dem Kopf auf die Strasse», sagt die Abfahrts-Legende. Bewusstlos lag er am Boden. «Als ich aufwachte spürte ich einen gewaltigen Druck im Kopf. Ich hatte grosse Angst, gelähmt zu sein. Reflexartig zog ich mich an den Haaren hoch, um aufstehen zu können.»

Ein Bruch des 7. Halswirbels

Helfer fuhren Russi zu seinem Arzt. «Über die Gegensprechanlage sagte ich, dass mein Genick gebrochen sei. Die Frau des Arztes meinte, sie seien am Mittagessen, ich soll in zwei Stunden wiederkommen.» Die Schmerzen wurden unerträglich. «Also habe ich mit den Skischuhen ihre Glastüre zertrümmert und bin rein.» Der Arzt untersuchte ihn, Russi wurde ins Spital nach Altdorf gefahren. Diagnose: Bruch des 7. Halswirbels.

«Wegen Bond lag ich drei Monate im Spital. Nach drei Wochen wurde zudem festgestellt, dass meine linke Hand gebrochen war». Acht Monate nach dem Unfall gewann Russi die Ski-WM in Val Gardena. «Durch meine eingegipste Hand musste ich ohne Stöcke trainieren. Das hat mir ein gutes Pistengefühl gegeben. Da hat James Bond wohl sogar meine Karriere als Abfahrer ein bisschen beschleunigt», sagt Russi lachend.

Mehr Geschichten im Buch «James Bond und in die Schweiz».

Beliebteste Kommentare

  • Beat  Flückiger , via Facebook
    Dä Russi isch en geile Siech, er gfallt mer immer no und das sit Val Gardena. Mit dem wetti mal Skifahre!
    • 04.10.2012
    • 49
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  • André  Kocher
    Mit einem 4x4 Subaru kann so etwas nicht passieren !

Alle Kommentare (5)

  • Rolf  Hess , Münchenbuchsee
    Die Frau Doktor hatte damals entschieden, dass der Patient, der vor der Türe wartete, erst in zwei Stunden wieder kommen sollte, da sie gerade am Mittagessen seien. Sachen gibt es. Und das war noch sein Arzt, wie Russi sagte. Hoffentlich nachher nicht mehr.
    • 05.10.2012
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  • Beat  Flückiger , via Facebook
    Dä Russi isch en geile Siech, er gfallt mer immer no und das sit Val Gardena. Mit dem wetti mal Skifahre!
    • 04.10.2012
    • 49
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  • Michi  Beck
    Nein, Sie lagen aufgrund eines Unfalls 3 Monate im Spital den Sie selbst verursacht haben. Die CHF 150.- mögen viel Geld gewesen sein, dementsprechend hoch auch Ihr Risiko.
    • 04.10.2012
    • 9
    • 46
    • Willi  Bosshard , via Facebook
      150 Franken am Tag gegen 120 im Monat zeigt doch genau auf den Risikofaktor hin. Gefahren ist der grosse Russi, den ich in Sapporo zusammen mit der evemsp berühntem Nadig und den andern in ihren wunderbaren Medallienräuschen vor Ort bewundern konnte. Wichtig ist jedoch, dass BR keinen Langzeitschaden davongetragen hat.
      • 04.10.2012
      • als Kommentar auf Michi  Beck
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  • André  Kocher
    Mit einem 4x4 Subaru kann so etwas nicht passieren !

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