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Arme schöne Whitney! Ihre heisse Sommeraffäre mit Carli Hirschmann (29) hat ihr alles andere als Glück gebracht. Erst schäumte ihr gehörnter Freund Karim Ulmann (23), dann folgte eine öffentliche Schlammschlacht. Und über Nacht war aus Miss Schweiz «Miss Untreu» geworden. Doch die 19-Jährige liess sich nicht unterkriegen. Sogar als er vergangene Woche verhaftet wurde, bezeichnete Toyloy ihren Ex-Lover Carl noch als «guten Freund» und zeigte sich überrascht.
Jetzt sieht sie alles ein wenig anders. Hirschmann soll von der zierlichen Schönheit Nacktbilder geschossen haben – ohne ihr Wissen. Das bestätigten ein Mann und eine Frau, welche die Fotos auf Hirschmanns Handy unabhängig voneinander gesehen hatten, gegenüber einem Informanten von SonntagsBlick.
Entstanden sind die Bilder im Juli in einer Suite des Zürcher Hotels Dolder Grand. Neben Whitney ist darauf ein zweites Model zu sehen, die 19-jährige Linda Michler* – beide nackt. Dass Hirschmann mit den Bildern prahlte und sie gerne herumzeigte, war für Whitney ein Schock: «Ich hatte keine Ahnung, dass Fotos gemacht wurden, schon gar nicht Nacktfotos», sagte sie, als SonntagsBlick sie damit konfrontierte. Ausschliessen könne sie solche Aufnahmen aber nicht – nachdem, was an diesem Abend passiert sei.
Die Ex-Miss bestätigt, am fraglichen Abend zuerst in Hirschmanns Club Saint Germain gewesen zu sein. Sie habe viel getrunken und sei später mit ihm und Michler zu seiner Nobelsuite gefahren. Dort habe sie die Nacht verbracht. Mehr will Toyloy nicht verraten. Umso enttäuschter ist sie nun vom Milliardärssohn: «Was für ein Vertrauensbruch!»
Das nächtliche Fotoshooting hat Konsequenzen. «Wir haben die rechtliche Prüfung in Auftrag gegeben», sagt Raffy Locher (51), Manager der Miss-Schweiz-Organisation. Das Aufnehmen und Verbreiten von Fotos aus dem Privat- und Intimbereich ohne Erlaubnis der abgebildeten Person ist strafbar. Hirschmann droht eine weitere Anzeige (siehe Box).
Whitney ist nur eines von vielen Mädchen, die rechtliche Schritte erwägen. Schon länger wildert der junge Jetset-Erbe in den besseren Zürcher Familien. Berichtet wird unter anderem von jener angeblichen Begebenheit, als er auf einer Party ein Mädchen überzeugt haben soll, sich von ihm heimfahren zu lassen.
Irgendwo im Grünen habe Hirschmann mit einer seiner Luxuskarossen auf einem Parkplatz angehalten. «Entweder bläst du mir einen, oder du steigst aus.» Die junge Frau, von SonntagsBlick auf ihr nächtliches Erlebnis angesprochen, gab damals nach – und hasst Carli bis heute. Detaillierter dazu äussern will sie sich nicht. Ein Hinweis darauf, wie gross die Angst vor dem Aviatik-Spross mit Hang zum Jähzorn ist.
Glaubt man Zeugenaussagen, ergibt sich daraus das Psychogramm eines verbissenen Sammlers. Hirschmann habe im Lauf der Jahre eine private Trophäenkollektion aus Sexfotos und Pornofilmen angelegt. Dies bestätigen viele aus seinem Umfeld. «Schon mit 20 begann er, sich beim Sex zu fotografieren und zu filmen», sagt etwa Tommy Brugger*, ein ehemaliger Weggefährte. Akribisch habe Hirschmann das Material archiviert.
«Für den Club wollte er nur die allerbesten Videokameras mit höchster Auflösung», so Brugger weiter. Chris Steiner*, ein ehemaliger Schulfreund: «Stundenlang hat Carli in seinem Büro gesessen und sich die Aufnahmen angesehen» – nicht nur jene von seinen Eroberungen und den Orgien im privaten Platinum Room seines Clubs. «Carli beobachtete auch normale Partyszenen und wollte genau wissen, welche neuen Schönheiten in seinem Lokal verkehren.» Ob Staatsanwalt Kloiber das Material noch sicherstellen konnte, ist ungewiss.
Gut möglich, dass Carli davonkommt und die Strafverfolgung übersteht. Im Mittelmass verschwinden wird er dennoch nie. Das widerspräche der Tradition. In der Todesanzeige seines Opas, des Jet-Aviation-Gründers Carl W. Hirschmann, der ein berüchtigter Schürzenjäger gewesen sein soll, stand 1995: «I do not choose to be a common man.» (Ich will kein Durchschnittstyp sein.)
* Namen geändert