«Ist eine lustige Sache geworden» Viktor Giacobbo gibt sein Regie-Debüt

  • Publiziert: 07.10.2012
  • Von Dominik Hug
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Viktor Giacobbo.

(Marcel Sauder)

Acht Jahre nach seinem letzten Film kehrt Viktor Giacobbo (60) ins Kino zurück. Der Komiker führte erstmals auch Regie.

Die Dreharbeiten sind bereits abgeschlossen, der Titel ist auch schon bestimmt: «Der grosse Kanton» heisst der neue Film von Viktor Giacobbo, der im Frühling 2013 in die Kinos kommt. «Es ist der erste Film, bei dem ich selbst von A bis Z den Inhalt gestaltete», sagt der TV-Satiriker. Er schwärmt: «Die Dreharbeiten waren ein ‹work in progress› und deshalb ebenso unterhaltsam wie spannend.»

«Der grosse Kanton» ist ein satirischer Dokumentarfilm, besetzt mit realen Personen. «Der Film ist eine sogenannte Mockumentary», erklärt Giacobbo. Er handelt von der aussergewöhnlichen Beziehung zwischen der Schweiz und Deutschland. Frühere deutsche Spitzenpolitiker wie Joschka ­Fischer (64) treten darin auf. Aber auch Gregor Gysi (64), der Fraktionsvorsitzende der Linksfraktion im Bundestag, dessen Familie einst aus dem Baselbiet nach Deutschland ausgewandert war. Die Schweizer Parteipräsidenten Philipp Müller (60) und Christian Levrat (42) wurden neben dem Wissenschaftler Peter von Matt (75), Künstlern wie Gerhard Polt (70) und Manager wie Oswald Grübel (69) ebenfalls vor der Kamera über das Verhältnis der beiden Nationen befragt.

Gedreht wurde in Berlin, aber auch in der süddeutschen Stadt Rottweil, die hundert Jahre lang zur Schweiz gehörte.

Viktor Giacobbo produziert den Film gemeinsam mit Ruth Waldburger (61). Die beiden hatten bereits 2002 für den Publikumshit «Ernstfall in Havanna» zusammengespannt. Und Waldburger hat 2005 auch Giacobbos letzten Kinofilm «Undercover» produziert. «Wir haben absichtlich keine nationalen Fördergelder beantragt», sagt Giacobbo. «Wir wollten völlig unabhängig sein.» Das Schweizer Fernsehen würde den Film unterstützen und gewähre den Zugriff aufs Filmarchiv. «Den Rest bezahlen wir selber.»

Ihm sei wichtig gewesen, dass er die Menschen, die er im Film interviewe, nicht veräpple, betont ­Giacobbo. «Trotzdem ist da­raus eine ganz lustige ­Sache geworden.»

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