Carl Hirschmann Verdient der Playboy wirklich nur 2500 Franken im Monat?

  • Publiziert: 04.12.2009, Aktualisiert: 02.01.2012
  • Von Corinne Landolt und Adrian Schulthess

Sein Papa muss ihn durchfüttern: Das Einkommen des Zürcher Playboys Carl Hirschmann (29) reicht nicht mal fürs Existenzminimum.

Carl Hirschmann, genannt Carli, spielt viele Rollen. Tritt als Frauenheld auf, als Milliardärs-Enkel, Partyhengst und Freund von Stars wie Hotelerbin Paris Hilton (28) oder Rapper 50 Cent (34).Seine Lieblingsrolle aber ist die des erfolgreichen Jungunternehmers, der den Club Saint Germain an der Zürcher Bahnhofstrasse aufgebaut und zum Erfolg geführt hat.Bloss: Mehr als eine Pose ist das nicht. Seit Mittwoch ist klar, dass der Club-Chef sich nicht einmal einen ordentlichen Lohn zahlen kann. Höchstens 30000 Franken Einkommen versteuere er jährlich in Küsnacht ZH, gab Hirschmann am Strafgericht Basel an, wo er sich wegen Körperverletzung verantworten musste. Das sind gerade mal 2500 Franken im Monat. «Da kriegen sie ja mehr Geld, wenn sie im Supermarkt Wägeli rumschieben», sagte der Richter Gilbert Thiriet dazu (Blick.ch berichtete).Weniger als das ExistenzminimumCarl Hirschmanns Erklärung: Sein Vater unterstütze ihn eben in unregelmässigen Abständen finanziell.Das ist auch bitter nötig: In der Stadt Zürich tauchen die 2500 Franken sogar unter das Existenzminimum. Das beträgt laut Stadtammann Andreas Ott bei alleinstehenden Personen rund 3000 Franken monatlich.Trotz bescheidenen Einkommens lebt Hirschmann auf grossem Fuss. Frei ist er derzeit nur, weil eine 500000-Franken-Kaution für ihn deponiert wurde. Nach dem Gerichtstermin liess er sich in seinem mattschwarzen Porsche Cayenne davonfahren. Vermutlich ins Zürcher Hotel Dolder Grand, wo er bis zu seiner Verhaftung eine Suite bewohnte. Sogar die günstigste Bleibe («Einzelzimmer Superior») kostet dort 540 Franken pro Nacht.«Ihr Vater bezahlt ja alles»«Wer sich ein Zimmer im Dolder leisten kann, der kann auch 300 Franken Tagessatz bezahlen», so Richter Thiriet vorgestern. «Mit 30000 Franken im Jahr finanzieren Sie Ihren aufwendigen Lebensstil ja nicht. Sie haben ja keine Auslagen, da ihr Vater alles bezahlt.»Thiriet verurteilte Hirschmann nicht zu 180 Tagessätzen à 60 Franken, die für Niedrigstverdiener eigentlich vorgesehen wären. Sondern zu knallharten 300-Franken-Tagessätzen, passend zur Bahnhofstrasse.

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