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Tim Wielandt setzt als DJ auf die Gay-Community.- Siggi Bucher
In wenigen Tagen werden tausende von Besuchern aus der ganzen Welt an die «Europride» pilgern – eine der grössten Partys Europas. Einer wird trotz VIP-Einladung aber nicht beim Mega-Event dabei sein: Mister Schweiz André Reithebuch. Sein Management findet den Gay-Anlass für den Glarner zu heiss (Blick.ch berichtete). Tim Wielandt, Mister Schweiz 2007, sieht das wesentlich cooler: Er will dem vorwiegend schwulen Publikum so richtig einheizen.
Tim wird an der grossen Open-Air-Party am Zürichsee Platten auflegen – sein bisher grösstes Engagement als DJ. «Der Auftritt ist eine gute Promo für mich, um als DJ bekannter zu werden», meint er pragmatisch und fügt an: «Für mich ist es gar kein Thema, ob eine Person schwul oder lesbisch ist.»
Für die Bedenken der Mister Schweiz Organisation, André Reithebuch könnte wegen einer Teilnahme an der «Europride» für ähnliche Schwulen-Gerüchte sorgen wie sein Vorgänger Stephan Weiler, zeigt Wielandt im Gespräch mit Blick.ch wenig Verständnis: «Vielleicht hätte André gerade aus Trotz hingehen sollen.»
DJ Tim Wielandt ist überzeugt, dass er mit seinem Elektro-Rock bei der Gay-Community gut ankommen wird: «Dieses Publikum ist meist offener gegenüber Musik, die nicht dem Mainstream entspricht. Schwule sind oft weniger verklemmt und bünzlig als Heteros.»
Und für wen Tims Musik kein Ohrenschmaus ist, für den bietet der Ex-Mister an der Schwulen-Parade ja auch was fürs Auge: «Ich werde mich aber mehr auf meinen Sound konzentrieren, als auf meine Frisur», meint der werdende Vater lachend.