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Männerfreundschaft: Hausi Leutenegger (l.) beharrt darauf, dass ihn Stefan Gubser spielt. (Sebastian Derungs)
Guet gsehsch uus!» Herzliches Schulterklopfen, Wangenküsschen. In Erinnerung an alte Zeiten hat Stefan Gubser (52) karierte Golfhosen angezogen. Denn Hausi Leutenegger (69) hat ihm einmal zehn Golfstunden geschenkt – der Anfang von Gubsers Karriere als Hobbygolfer.
Zwei Männer, die erzählen und erzählen. «Was machst du grad?» Stefan Gubser bereitet sich auf die Herbsttournee mit seiner Komödie «Rockerbuebe» vor. Hausi ist stolz, weil er mit seiner Biografie «Ein bisschen Glück war auch dabei» einen Renner in Deutschland und Österreich gelandet hat. «Jetzt kommt die französische Übersetzung.» Noch besser: Auf das Buch hin lud ihn «RTL Exclusiv» als Gast, die Deutschen verguckten sich in den Schweizer Charmebolzen, Hausi bekam Fanpost wie ein Star.
Prompt will jetzt eine deutsche Produktionsfirma sein Leben verfilmen. Gestern noch war Hausi in Hamburg – Verhandlungen. Da hat er den Deutschen den Tarif durchgegeben: «Mich muss der Stefan Gubser spielen. Der kann das am besten.» Tatsächlich, es würde passen. Hausi und Gubser kennen sich seit 1987. Beim Dreh für den Kriminalfilm «Quicker than the Eye» spielte Hausi den Kommissar Jensen; Gubser, damals noch blutjung, einen unbedeutenden Polizisten.
Aber es war, man kanns wohl so sagen, Liebe auf den ersten Blick. «Ich wusste gleich, aus dem wird ein Grosser», sagt Hausi. Und Gubser: «Für mich ist und bleibt der Hausi der Beste.» Jetzt endlich könnten sie zusammen ein grosses Rad drehen.
Aber, warnt Hausi: «Vorsicht, das Filmprojekt ist noch nicht unterschrieben.» Ein Fuchs wie er plaudert natürlich keine Details aus, aber man kann sich lebhaft vorstellen, wie unser Hausi in Hamburg drei hochdeutschen Filmleuten gegenübersass. Die dachten sich wohl: Tolle Story, uriger Schweizer Bauschlosser wird Millionär, brauchen wir nur noch einen Deutschen in der Hauptrolle, und die Quote stimmt. «Die stellen sich so was wie den Heinz Hoenig vor», beklagt sich Hausi.
Aber für ihn gehts um sein Leben. Hausi will seinen Stefan Gubser und noch zwei weitere Schauspieler aus der Schweiz dazu, basta. So wie wir ihn kennen, wirds der Hausi schon deichseln.
Für Gubser wäre die Rolle «eine riesige Herausforderung». Denn Hausi ist ein Charakter mit Facetten: Kraftkerl, Haudegen, Charmeur – aber mit weichem Herzen. Gubser zieht einen goldenen Kugelschreiber aus der Tasche. Ein Geschenk von Hausi anlässlich der Vorpremiere von Gubsers Film «Hello Goodbye», in dem es ums Sterben geht. Hausi blieb, was ja ganz und gar nicht seine Art ist, im Hintergrund und passte Gubser heimlich ab. «Er hat sich den Film nicht ansehen können», sagt Gubser. «Es ging ihm zu nah.»