Star-Schauspieler Anatole Taubman trauert um seine Mutter «Neben meinen Töchtern gibt es nur noch mich»

Schauspieler Anatole Taubman blickt auf harte Monate zurück: Wie der Schauspieler jetzt verrät, ist seine Mutter im Herbst verstorben. Sie litt an Alzheimer.

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Schauspieler Anatole Taubman (45) trauert um seine Mutter: Sie ist im Herbst verstorben, sagte Taubman jetzt der «SonntagsZeitung». Im Interview spricht er offen über den Verlust. «Alzheimer im finalen Stadium. Neben meinen Töchtern gibt es nur noch mich», sagt der Schauspieler. Der Tod sei für sie «definitiv» eine Erlösung gewesen. «In einem gewissen Sinn war es das auch für mich. Das Ganze kommt mir vor wie ein Crashkurs im Erwachsenwerden.»

Partnerin Sara Hildebrand steht ihm bei

Taubman führt aus: «Meine Mutter hatte vermutlich im Schlaf einen Schlaganfall, dadurch vergass sie zu schlucken. Ich war beruflich in Wien, als der Anruf aus dem Pflegeheim kam. Wenn ich mich verabschieden möchte, solle ich so schnell wie möglich in die Schweiz kommen. Obwohl ihr Weiterziehen absehbar war, brach für mich eine Welt zusammen.» Anlehnen kann er sich nach diesem Schicksalsschlag an seine Freundin, Ex-SRF-Moderatorin Sara Hildebrand (29). «Ich weiss nicht, was mit mir passiert wäre, hätte ich meine Partnerin Sara nicht an meiner Seite gehabt. Sie war eine grosse, starke Eiche.»

Der Schauspieler erzählt im Interview auch von den Momenten am Sterbebett. «Ich sass drei Abende lang an Mamas Bett. Aber sie hat am Leben festgehalten, suchte sich ihren eigenen Moment, um zu gehen. In der ersten Nacht hatte ich das Gefühl, sie schaue mich wirklich noch an, und zwar richtig, Alzheimer-Patientinnen blicken sonst durch einen durch. In der dritten Nacht war sie dann schon weit, weit weg.»

«Ich suchte krampfhaft nach den schönen Erlebnissen mit ihr»

Die Beziehung zu seiner Mutter war nicht einfach. «Ich suchte krampfhaft nach den schönen Erlebnissen mit ihr, aber mir ist nichts in den Sinn gekommen. Ich kam mit fünf in ein Heim, mit neun zu ihr, dann mit zehn in eine heilpädagogische Grossfamilie, dann zurück zur Mutter, dann in die Kanti Oerlikon, wo auch alles schiefging. Erst das Klosterleben im Internat und in der Stiftschule Einsiedeln brachte eine erste Konstante in mein Leben.»

Taubman verrät: «So absurd es klingen mag, war die Alzheimer-Erkrankung die Rettung unserer Beziehung. Das ist mir durch den Kopf gegangen, als ich da sass. Am vierten Tag schaffte ich es dann nicht mehr, zu ihr zu gehen, und habe mich um Dinge gekümmert, die man als einziger Verwandter tun muss. Zehn Minuten, nachdem ich beim Bestatter rauslief, kam der Anruf.» Das Begräbnis sei klein und privat gewesen.

«Will ich erwachsen werden? Nein!»

Obwohl «eine gewisse Klarheit» eingetreten sei, gehe der Prozess des Erwachsenwerdens weiter. «Will ich erwachsen werden? Nein! Will ich ein Kind bleiben? Ja, natürlich, ich liebe den Peter Pan in mir. Aber nach dem Tod der Mutter dachte ich: ‹Jetzt bist du alleine, jetzt darfst du keinen Seich mehr machen›», so Taubman. (kad)

Publiziert am 18.12.2016 | Aktualisiert am 02.01.2017
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