Spaziergang durch das Glück

Auf dieses Bild hat die Schweiz gewartet: Roger und Mirka Federer mit ihren Zwillingen Myla Rose und Charlene Riva. Das Foto ist typisch Federer: ohne Spektakel, ohne falschen Glamour, vertraut.

  • Publiziert: 07.08.2009, Aktualisiert: 19.01.2012
  • Von Ralph Grosse-Bley
play Ein Augenblick grössten Glücks: Mirka und Roger mit Myla und Charlene. (Roger Federer)

Unser Tennis-Held stellte das Foto gestern Mittag gegen 12.30 Uhr auf seine Facebook-Seite im Internet. Geschossen hat es Rogers Vater Robert. «Er glaubt,
er wird noch ein Profi-Fotograf», schreibt Roger auf Facebook. Und: «Es war sehr lustig, weil die beiden Mädchen Schluckauf hatten, während wir versuchten, ein ordentliches Foto zu machen.»

Wer Myla und wer Charlene im Arm hält – das verrät Roger nicht. Dafür verrät das Foto viel über die nun vierköpfige Familie Federer. Es ist wie ein Spaziergang durch das Glück.

Roger (wird heute 28) und Mirka (31) schauen nicht in die Kamera, sie haben nur Augen für die beiden am 23. Juli in der Zürcher Hirslanden-Klinik geborenen Babys. Mirkas linke Hand liegt zärtlich auf Rogers Oberschenkel.

Beide sitzen im Wohnzimmer auf einer Samtcouch. Die Mama trägt einen pinkfarbenen Cardigan (den sie schon während der Schwangerschaft oft trug), der Lipgloss ist perfekt auf die Farbe abgestimmt, darunter ein weisses Shirt und schwarze Stretch-Hosen. Ihre Haare sehen frisch frisiert aus, als hätte sie schon wieder Zeit für den Coiffeur. Die Nägel sind frisch lackiert (transparenter Nagellack).

Der Papa hat sich fürs Shooting nicht extra schick gemacht: klassische washed Denim Jeans, graues T-Shirt ohne Emblem.

Die Babys tragen natürlich Zwillings-Look, identische weisse Kleidchen mit Mäscheli an den Ärmeln.

Die Harmonie ist mit Händen greifbar. Myla und Charlene dösen, das Baby in Mirkas Arm blinzelt mit einem Auge, spreizt den winzigen dicken Zeh rechts herrlich ab.

Roger selbst wirkt eine Spur unsicher, als Papa auf der Couch ist er erkennbar noch nicht so routiniert wie auf dem Court. Aber Roger wird schnell lernen, so wie er schnell gelernt hat, was es braucht, um der beste Tennisspieler aller Zeiten zu werden.

«Die Mädchen und die Mama sind grossartig», sagt Roger, und man spürt, wie der Stolz förmlich aus ihm herausplatzt.

Auf seiner Facebook-Seite haben bis zum Abend über 18 000 Fans aus der Schweiz und dem Ausland den Federers gratuliert. Über 65 000 Menschen signalisierten Roger via Internet: Daumen hoch!

«Danke für all die guten Wünsche», sagt Roger, der nächste Woche in Montreal (Kanada) auf die ATP-Tour zurückkehrt.

BLICK sagt: Danke für den wunderbaren Spaziergang durch das junge Glück!

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