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Eigentlich hält St. Moritz im Juni Sommer-Siesta. Die meisten haben zu: Lokale, Boutiquen, Clubs, aber auch noble Hotels wie das Badrutt’s Palace, das Suvretta House oder das Kempinski verströmen gepflegte Ruhe, und die 5000 Einwohner haben ihr 1800 Meter über dem Meeresspiegel gelegenes Dorf endlich mal für sich. Doch einer wie «Bobele» muss natürlich nicht allein mit Murmeli und Steinbock feiern.
Die anspruchsvolle Hochzeitsgesellschaft wird sich am Wochenende vom 12. Juni amüsieren, wie es Menschen von ihrem Schlag gewohnt sind. Das Badrutt’s Palace ist sicher keine Ausnahme, wenn es seine Pforten schon vor dem offiziellen Termin, dem 19. Juni, für Beckers Party öffnet. St. Moritz sei «flexibel», sagt Hanspeter Danuser, Markenbotschafter der Luxus-Destination.
Der zu erwartende Medienrummel mitten im Frühsommer ist für das Jetset-Dorf sogar ein echter Glücksfall: Der Juni ist vielen Geschäftsleuten zu friedlich, die tote Saison «besser zu vermarkten, schreiben wir uns schon lange auf die Fahne», sagt Ariane Ehrat, Geschäftsführerin von Engadin-
St.-Moritz-Tourismus.
Im Juni könnten die exklusiven Gäste doch «unseren herrlichen Bergfrühling miterleben», findet sie. Bräutigam Becker wird aber kaum die grüne Natur durchstreifen. Lillys Augen sind ja schon so blau und tiefgründig wie der schönste Bergsee.
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Nur die Ringe haben sie noch nicht getauscht: Boris Becker und seine Verlobte Lilly Kerssenberg. (Reuters)