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Sie bringt Männer leicht zum Schmelzen. Doch das Eis von Hockeyfans zu knacken, ist eben nicht so einfach. Karin Lanz springt am Spengler Cup dort ein, wo Punsch und Eisputzmaschine allein versagen: Sie muss für eine glatte Stimmung in der Halle sorgen.
Die Organisatoren liessen sich für dieses Jahr was Neues einfallen. Zusammen mit Stefan Eggli präsentiert Karin Lanz vor und während den Spielen das «Inhouse TV» – ein Animations-Programm für schlotternde Fans. Während Eggli für die Kompetenz zuständig ist, heizt Lanz das Publikum an. Gestern rief sie euphorisch, ob denn Deutschland da sei. Und Kanada auch.
Ja, beide waren gekommen. Es spielten ja die Ingolstädter gegen das Team Kanada. Karin Lanz präsentiert auch Spielchen. Etwa jenes, im dem sich Sitznachbarn knutschen müssen.
«Was Karin Lanz da vollführt, wirkt ziemlich albern», mokiert sich ein SF-Sportsmann. Das Publikum hört gar nicht mehr zu oder pfeift sogar.» Ob es an der Kälte liege in Davos, wisse er nicht, aber Lanz fehle auch der Glanz.
Sport – eine Fremdsprache
Ab und zu darf die TV-Frau auch Interviews führen. Gestern fragte sie den Davoser Skifahrer Ambrosi Hoffmann, wie viele HCD-Spiele er sich denn anschaue.
«Sport ist halt ein bisschen wie eine Fremdsprache», sagt Adrian Fetscherin, Sportchef beim Teleclub, der auch über den Spengler Cup berichtet. «Man merkt halt, dass Karin Lanz von Eishockey nichts versteht.»
Den sanften Schlag mit dem hohen Stock schmettert die Anheizerin ab. «Ich mache meinen Job hier oben mit Herz. Es macht Spass.»
Fredi Pargätzi, OK-Präsident des Spengler Cups, macht ihr Mut: «Es ist wie mit den Bratwürsten. Einer meckert immer. Karin Lanz ist hübsch und charmant. Und macht ihre Sache gut.»