Seine Ladies sind die grössten Hits

ZÜRICH – Marc Sway über das Leben als Papi, die Tour und Konkurrenz zu Bligg.

  • Publiziert: 16.02.2009, Aktualisiert: 14.01.2012
  • Von Anna Blume

Marc Sway hat viel um die Ohren, aber wie immer ist der Sänger bestens gelaunt. Er tourt gerade durchs Land, 70 Auftritte hat er in den nächsten Wochen. «Ich bin überwältigt», erzählt er im Interview mit Blick.ch. «Überwältigt von der Resonanz der Veranstalter und von den vielen Leuten, die uns hören wollen.» Diese Woche gibts noch einen zusätzlichen Adrenalin-Kick, denn der 29-Jährige ist für einen «Swiss Music Award» nominiert, tritt mit «Severina» in der Kategorie «Bester nationaler Song» an. Aufgeregt? «Nein, eigentlich nicht. Ich fühle mich geehrt, dass ich dabei bin. Und dann auch noch mit diesem Song. Das ist ja mein persönlichstes Lied, ein Ständchen, das ich meiner Frau zur Hochzeit geschenkt habe. Dass das so viele Menschen begeistert, freut mich extrem.»

«Bligg habe ich schon viel Glück gewünscht!»

Doch die Konkurrenz ist hart, auch Bligg («Rosalie») und Stefanie Heinzmann («My Man Is A Mean Man») hoffen auf den Sieg. «Bligg habe ich schon gemailt und ihm gesagt, dass ich es ihm von Herzen gönnen würde», erzählt Marc. «Sein Lied heisst ja ‹Rosalie›, meins ‹Severina›, also hoffe ich einfach, dass die Girls das Rennen machen.»

Kann er «Severina» überhaupt noch hören? Bei den Sways daheim dudelt der Song nicht mehr aus den Lautsprechern, irgendwann ist genug. «Aber meine Frau ist natürlich schon stolz auf ‹ihr Lied›», so Marc. Und auf was ist er besonders stolz? «Darauf, dass ich meinen Träumen nachgegangen bin, auch, wenn sie manchmal unrealistisch waren.»

Seine Tochter hat schon ein Lieblingslied

Stolz ist er natürlich auch auf sein bisher erfolgreichstes Projekt: den Nachwuchs! Im Dezember kam Tochter Noemi Ayleen zur Welt. Der Sänger über das Leben mit zwei Ladies: «Es macht so viel Spass, eine ganz neue Lebenserfahrung. Ich kann das nur jedem empfehlen, diese überströmende Liebe zu einem Kind ist die stärkste Bindung, die man eingehen kann.» Die Tochter kommt in Sachen Mund und Nase nach dem Vater, «aber den Rest der Schönheit hat die Mama dazugeschossen». Auf dem Kopf tut sich indes nichts. «Sie hat noch keinen Afro. Aber ich hatte als Baby auch eine Glatze wie CoJack, insofern kann das noch werden», freut sich Marc. Offenbar hat er seinem Mädchen auch musikalisches Talent vererbt. Denn wenn der Papi vorsingt, lacht die Kleine und sie hat sogar schon einen Lieblingssong: «La, le, lu».

Trotz allem Tour-Trouble, kehrt der Sänger abends heim zu seinen zwei Frauen. «Die Sehnsucht treibt mich nach Hause.» Marc textet auch schon am nächsten Album. Ob er mal ein Lied für seine Tochter schreibt? «Bis ich meiner Frau ‹Severina› gewidmet habe, sind acht bis neun Jahre ins Land gegangen. Insofern hat das noch Zeit. Aber zum zehnten Geburtstag gibts dann einen eigenen Song.»

play Marc Sway mit seiner Frau Severina. (Toini Lindroos)

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