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Paloma Würth mit ihrem Vater Hansruedi. Das Foto entstand letzten Sommer. (ZVG)
Letzten Mittwoch fiel Hansruedi (68), der Vater von Schlagerstar Paloma Würth (30) ins Koma. Einen Tag später, am 11. März 2010, starb er um 23 Uhr im Spital Rorschach SG.
Tagelang trauerte die Ostschweizerin um ihren geliebten Vater. Nun bricht sie ihr Schweigen: «Ich habe noch nie einen Menschen verloren, der mir so nahe steht. Ich kann noch immer nicht glauben, dass Papi nicht jeden Moment zur Türe hereinkommt.»
Traurige Worte von Paloma Würth, die man sonst nur strahlend und lachend erlebt. Mit ihrer fröhlichen Art wirkt sie wie jemand, der auf der Sonnenseite des Lebens steht. Palomas Lieder tragen Titel wie «Leichtigkeit des Seins» und «Es fing mit einem Lächeln an.» Doch wie es in ihr aussieht und was sie die letzten Jahre durchgemacht hat, wissen die wenigsten: Ihr Vater war elf Jahre lang schwer krank.
Als Paloma Würth 19 Jahre alt war, erhielt sie die Schockdiagnose ihres Papis: chronische Leukämie, eine schleichende Krebserkrankung im Blutsystem. «Der Krankheitsverlauf war sehr schmerzhaft für ihn. Dass er sich nie beklagte, hat mich tief beeindruckt», erzählt sie. Chemotherapien, starke Medikamente und immer neue Allergien bestimmten sein Leben und auch den Alltag von Paloma, ihres Bruders Ramon (32) und von Mutter Sonja (56).
Hansruedi Würth, der in Altenrhein SG die Bootsfahrschule «Paradiesli» besass, gab den Kampf gegen seine heimtückische Krankheit bis zum Schluss nicht auf.
Anfang März musste er schliesslich mit starken Schmerzen ins Krankenhaus eingeliefert werden. «Mein Papi war körperlich sehr krank. In seiner Seele blieb er aber ein gesunder und positiv denkender Mensch. Er war bis zu seinem Ende er selber», erzählt die traurige Moderatorin.
Paloma Würth versucht stark zu sein. «Mein Papi ist jetzt im Himmel, wo er keine Schmerzen mehr hat.»
Sie wird seine letzten Worte nie vergessen. «Wir sind eine wunderbare Familie», sagte er. Und zu seiner Tochter Paloma: «Ich bleibe immer bei dir.»