Rosanna Grüter moderierte für «Jeder Rappen zählt» aus der Glasbox in Luzern Liebe, Geld und mein Velo

Tapfer sass sie bis gestern Nacht für «Jeder Rappen zählt» in Luzern in der Glasbox. Bevor sie wegen Grippe ins Bett musste, gab ihr BLICK nochmal 14 Stichworte.

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Soziales Engagement
Ich versuche, meine soziale Verantwortung durch die Art und Weise wahrzunehmen, wie ich meinen Job erledige. Für die Kindersendung «Rosanna checkt’s!» war ich beispielsweise in Erstaufnahmelagern in Italien und in Flüchtlingsunterkünften in der Schweiz unterwegs. Ich habe so versucht, meinen Beitrag an das gegenseitige Verständnis von Menschen zu leisten. Das versuche ich nun bei «Jeder Rappen zählt».


Platzangst
Habe ich keine und auch keinerlei Phobien. Ich bin eine recht unerschrockene Person – was auch Nachteile haben kann. So werfe ich mich gerne kopfüber ins Unbekannte und identifiziere nichtmachenswerte oder gefährliche Erfahrungen meist erst im Nachhinein als solche.


Geld
Ich komme aus einfachen Verhältnissen und habe eigentlich keinerlei Bezug zu oder Interesse an Geld. Trotzdem – oder gerade deswegen – bin ich froh, dass der Mangel daran mittlerweile in meinem Leben kein Thema mehr ist.


Freizeit
Ich glaube, ich unterscheide weniger zwischen Freizeit und Job als andere. Bei mir fliesst das ineinander, die Grenzen sind unscharf. Glücklicherweise arbeite ich in etwa gleich gern, wie ich frei habe. Ausser dann, wenn mir mein Job nicht genug Zeit für meine Freundschaften lässt – die brauche ich wie die Luft zum Atmen.


Freiheit
Ich merke sofort, wie diffus das Konzept der Freiheit für jemanden wie mich ist: in einem demokratischen Land geboren, mit allem gesegnet, was es braucht zum Erfolg. Für mich bedeutet Freiheit die Möglichkeit, mich selber zu verwirklichen. Aber fragen wir eines der Kinder und einen Jugendlichen auf der Flucht – ich glaube, da kämen andere und substanziellere Antworten.


Liebe
Liebe ist das Einzige, was diese Welt zusammenhält und das Schönste, was einem widerfahren kann. Und trotzdem empfinde ich sie manchmal als beängstigend, weil sie die Freiheit des Herzens beschränkt und das eigene Wohlergehen abhängig macht von Menschen, die diese Verantwortung vielleicht nicht wahrnehmen. Vielleicht bin ich darum schon lange Single.


Ecken und Kanten
Ich bin unpünktlich, oftmals sehr verzettelt, tanze auf zu vielen Hochzeiten, habe Angst, mich festzulegen, lebe oft sehr im Moment und bin dementsprechend schlecht im Planen. Ich stehe zu gern im Mittelpunkt und tue zu viel dafür. Und: ich spreche zu oft und zu lange über mich selber, auch wenn nur nach meinen Ecken und Kanten gefragt wird. Und wenn es dann keinen interessiert, bin ich konsterniert und fühle mich vernachlässigt. Noch Fragen?


Schönheit
Schönheit ist wichtig, zugegeben. Vor allem in einem Job wie meinem, wo man ständig sein Gesicht für Dinge herhalten muss. Ich habe allerdings die Erfahrung gemacht, dass das Leben weniger Schönheit für einen bereithält, wenn man sich zu viele Gedanken über (äussere) Schönheit macht. Darum versuche ich mich möglichst nicht zu vergleichen. Das hilft.


Singleleben
Ich bin seit fast einem Jahr Single und im Moment sehr froh darüber. Viele Dinge (zum Beispiel eine Woche in einer Glasbox) gehen leichter von der Hand, wenn man sich keine Gedanken darüber machen muss, was der Partner davon hält. Trotzdem: Manchmal platze ich fast vor Liebe, für die ich aktuell nicht genug Verwendungszweck habe. Dann herze ich meine Freundinnen.


Ohropax
Ich habe schon immer schlecht geschlafen. Bereits als Kind war ich häufig nicht in der Lage, rechtzeitig und auf Kommando «abezfahre». Darum gehe ich nirgendwohin zum Übernachten ohne meine Ohropax – schon gar nicht in einen Container aus Glas.


Velo
Mein Velo habe ich zum 30. Geburtstag von meinen besten Freundinnen bekommen. Es ist mir das liebste Geschenk aller Zeiten. Ich würde es mit ins Bett nehmen, wäre das nicht so seltsam.


Freundschaft
Meine besten Freunde habe ich alle seit mehr als 20 Jahren – meine beste Freundin sogar schon seit 30. Ich würde eingehen ohne diese Mädchen. Sie bedeuten mir alles.


Sinnerfüllung
Für mich macht mein Leben Sinn, wenn ich Menschen eine Freude bereite.


Heimat
Zürich ist Heimat für mich. Ich freue mich darüber, dass ich jede Ecke wie meine Westentasche kenne. Umso mehr schmerzt es mich, dass anderen dieses Konzept von Heimat genommen wird.

Publiziert am 22.12.2016 | Aktualisiert am 22.12.2016
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4 Kommentare
  • Edith  Hauser , via Facebook 22.12.2016
    Wo ist das viele Spendengeld für Haiti angekommen?
    Wäre schön, wenn nur die Hälfte aller Spendengelder am richtigen Ort landen würden.
  • Divico  Tigurin aus Neuchâtel-Hua-Hin
    22.12.2016
    Jeder Rappen zählt....natürlich, die Bettelkonkurrenz schläft ja auch nicht...und man möchte lieber im warmen Glashaus sitzen als draussen wie die wirklich bedürftigen unserer Wohlfühlgesellschaft auf dem Trottoir den Hut auslegen.
    Gemessen an der unglaublich hohen Zahl aller Bettelorganisationen und Spenden müsste die ganze Welt ein Paradis sein....Heuchelei noch und noch....
    • jürg  frey aus teufen
      22.12.2016
      Vielleicht stimmt dass, und viele Spendengelder kommen gar nie da an, wofür sie gedacht waren, weil korrupte Regierungen sie abfangen. Ich habe ausserdem ein besseres Gewissen, wenn ich für betroffene Arme im eigenen Land spende und für Tierhelfer -und Retter, die Kreaturen können sich nicht selber helfen. So habe ich es getan und werde mich auch künftig daran orientieren. Immer nur für Flüchtlinge, wer weiss, wer ist denn wirklich Flüchtling?
  • Reto  Müller 22.12.2016
    Ich glaube nicht, dass Liebe das einzige ist was die Welt zusammenhält! Ich glaube da wären Respekt, Geschichte und Tradition, Familie und Identität durchaus wichtiger.