Rolf Knie (67) eröffnet ein eigenes Museum «Meine Wunderwelt»

ST. GALLENKAPPEL SG - Er war Zirkuskind, Clown und Artist. Mit 40 Jahren zog er sich zurück. Seither lebt er als Maler und Künstler auf Mallorca. Heute präsentiert er in Rapperswil seine Werke im eigenen Museum.

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Ein paar Stufen ins Untergeschoss, und schon betritt man die Wunderwelt von Rolf Knie (67). «Hier kommen alle Erinnerungen aus meinem Leben zusammen», sagt der Künstler aus der Knie-Dynastie. Es ist ein kreatives Leben: An den Wänden ist bei weitem nicht genug Platz für all seine Bilder, darunter viele seiner Plakate für den Circus Knie.

Schon als Kind ein kleiner Künstler

Der ehemalige Artist kommt ins Schwärmen und macht ausnahmsweise den Clown. Gut gelaunt setzt Rolf Knie seine Perücke auf und schlüpft in einen alten Frack: «Den hatte ich 1986 zum letzten Mal an. Und ich passe noch immer rein», freut er sich. Das liege nicht am Sport: «Ich habe gute Gene.»

Hier im Soussol seines Hauses in St. Gallenkappel SG entstanden die ersten Werke von Rolf Knie. Inzwischen hat er sein Atelier ganz nach Mallorca verlegt. Kunst bewegt ihn schon von Kindesbeinen an: «Als Teenager skizzierte ich meine eigenen Pin-up-Girls, und in Sitzungen kritzelte ich die Protokolle voll.»

Heute ist er sein eigener Meister

Mit 40 Jahren kehrte er dem Zirkus den Rücken und widmete sich ganz seiner Leidenschaft. Eine Befreiung: «Seit ich vier Jahre alt war, stand ich in der Manege und musste die Erwartungen des Publikums erfüllen. Heute bin ich mein eigener Meister.»

Ein Meister voller Tatendrang: Allein in diesem Sommer entstanden auf der spanischen Baleareninsel 40 neue Werke, welche ab heute in seiner neuen Galerie in Rapperswil SG zu sehen sind.

«Wer überlebt – wir oder die Tiere?»

Im Fokus steht dabei der Affe: «Eine Weile lebte ich quasi mit einem Schimpansen zusammen. Ich habe viel von den Tieren gelernt.» Das Lieblingsbild von Rolf Knie zeigt einen Schimpansen, der einen menschlichen Totenkopf in der Hand hält, fast wie einst bei Hamlet. «Die Frage ist, wer von uns überleben wird. Der Mensch gefährdet nicht nur den Lebensraum der Tiere, sondern auch seinen eigenen.»

Publiziert am 05.11.2016 | Aktualisiert am 27.12.2016
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