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Der Gorilla hat obenrum viel Pelz, in der Intimregion jedoch ist der Affe vergleichsweise schütter behaart. Beim Homo sapiens sapiens ists genau umgekehrt. Im Schritt wuchert ihm von Natur aus ein Bart vom Format so mancher Propheten, und das bei Männlein und Weiblein gleichermassen.
Vor ein paar Jahren aber ist – pardon! – der blanke Wahnsinn ausgebrochen. Hip unterm Slip heisst: ratzekahl. Da wird geschabt, geraspelt und gezupft, als gelte es, den Teufel auszutreiben.
Wissenschaftler der Universität Leipzig ermittelten, dass im deutschsprachigen Raum und untenrum fast 70 Prozent der Frauen zwischen 14 und 17, in der Altersgruppe von 18 bis 30 Jahren sogar vier Fünftel den Kahlschlag praktizieren. Die Männer sind nicht ganz so radikal, aber sogar sie gehen zu einem Drittel energisch gegen intimen Wildwuchs vor.
Gerade noch ein paar Stoppeln sind heutzutage gesellschaftlich akzeptiert, bei ihr ein «Landing Strip» («Landebahn»), beim Manne ein «Hitlerbart» oder «Irokese». Gründe? Viele: Speziell Jüngere finden das Gezottel eklig, viele preisen die nackte Ekstase beim Sex. Forscher behaupten, männliche Anhänger der Intimrasur fühlten sich «unten ohne» selbstsicherer. Könnte bedeuten, dass Männer ihren Urwald roden, damit man ihr kleines «Alter Ego» überhaupt sieht?
Doch obwohl es alle machen, ist die Frage «Glatt oder nicht glatt?» immer noch haarig. Bei der SonntagsBlick-Umfrage zierten sich die meisten Schweizer Prominenten.