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Was an jenem Samstag im Beach Club von Hinwil ZH wirklich passierte, darüber zoffen sich die 18-jährige Manuela U. * und der amtierende Mister Schweiz. Sie behauptet, er habe ihr sturzbetrunken das Top runtergezogen. Reithebuch kontert, Manuela sei hackedicht gewesen und völlig ausgetickt (im BLICK).
Gestern lieferte Partylöwe Reithebuch seine nüchterne Betrachtung der Dinge. «Natürlich habe ich mit den Gästen gefeiert und ein paar Caipirinhas und ein paar Shots gekippt», sagte er im BLICK. Aber voll sei er nicht gewesen. «Ich war etwas angetrunken – aber nicht übermässig», ist er überzeugt. Und meint trocken: «Ich hatte mich voll unter Kontrolle.»
«Die Gefahr, sich zu täuschen, ist gross»
Sätze, die Felix Gutzwiller, Präventivmediziner an der Uni Zürich, befremden. Ob Reithebuch die Frau belästigt hat, ist für ihn nicht zentral. Ihn verwundert Reithebuchs flapsige Rechtfertigung: «Wer behauptet, er sei nach ein paar Caipirinhas und Schnäpsen noch glasklar im Kopf, der irrt sich. Das ist eine hohe Dosis Alkohol. Wer so viel trinkt, hat sich nicht mehr unter Kontrolle.»
Gutzwiller kennt Reithebuchs Argumente: «Leider ist es oft so, dass sich gerade Leute, die viel Alkohol trinken, überschätzen – egal ob am Steuer oder wo auch immer», meint der FDP-Ständerat. Er warnt: «Die Gefahr, sich zu täuschen, ist gross.»
Am meisten ärgert Gutzwiller aber etwas anderes: «Mit solchen Sätzen sendet Reithebuch falsche Signale aus. Ein Mister Schweiz sollte doch ein Vorbild sein! Gerade in einer Zeit, in der das massive Trinken bei Jugendlichen immer mehr zum Problem wird.»
* Name von der Redaktion geändert
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Präventivmediziner Felix Gutzwiller über den Alkoholkonsum des Mister Schweiz. (ZVG)