3+ ist von der Einschaltquote der Mister-Wahl enttäuscht. Ein böses Omen, auch für die Missen?
Stellen Sie sich vor, es sind Schönheits-Wahlen und niemand schaut hin. So in etwa wars letzten Samstag, als Sandro Cavegn (27) zum attraktivsten Mann der Schweiz gewählt wurde. Gerade mal 45’700 Menschen waren im Schnitt dabei, als die Männer auf dem Privatsender 3+ um den Titel kämpften. Das ist ein Marktanteil von 3,1 Prozent – und eine herbe Enttäuschung für den Kanal.
3+-Geschäftsführer Dominik Kaiser (42) ist mit diesen Zahlen nicht zufrieden. «Unsere Erwartungen lagen höher», sagt Kaiser zu Blick.ch. Der gewünschte Zuschauerrekord blieb also aus. Kaiser: «Wir hatten bisher viele Sendungen mit deutlich mehr Zuschauern als bei der Mister-Schweiz-Wahl bei uns im Programm.» So habe z.B. «Bauer, ledig, sucht...» in den letzten Wochen einen Marktanteil von 10,1 Prozent bei allen Zuschauern erzielt.
Dennoch ist Kaiser überzeugt, dass es richtig war, die Mister-Wahlen zu zeigen: «3+ ist ein junger Fernsehsender, dessen Stärke es auch ist, neue Sendungen auszuprobieren.»
Und wie gehts weiter? Hat das Schönheitsgeschäft auf 3+ ausgedient? In den nächsten Wochen werden die Verantwortlichen des Privatsenders und der Mister-Schweiz-Organisation die Gespräche aufnehmen. «Danach sehen wir weiter», erklärt Kaiser.
Die Tatsache, dass die Wahlen auf 3+ zehnmal weniger Leute verfolgten als letztes Jahr auf SF 1, wirft ein düsteres Bild an den glänzenden Schönheits-Himmel. Das könnte auch ein böses Omen für die Missen sein. Nachdem das SF der Miss-Wahl den Stecker zog, ist die Miss-Schweiz-Organisation mit diversen Sendern in Verhandlung. Auch mit 3+.
Karina Berger (44) von der Miss-Schweiz-Organisation nimmt den Quotenflop der Mistern gelassen. Die Missen-Mami hofft trotzdem, dass die Wahl der nächsten Miss Schweiz bessere Quoten bringt. «Aber für uns stehen die Quoten nicht im Vordergrund. Wir wollen eine nachhaltige Miss Schweiz küren» so die Missen-Mami zu Blick.ch. «Für uns ist es wichtig, dass wir einen Sendeplatz haben», sagt Berger und blickt optimistisch in die Missen-Zukunft.