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Wählen wir heute einen echten Mann? Oder fallen wir am Ende auf einen Kandidaten rein, der seinem Superbody mit verbotenen Substanzen nachgeholfen hat?
Das hält Berny Huber (43), Inhaber von Power Plate, für möglich. Pikant: Er ist Sponsor die Mister-Schweiz-Wahl. Im Auftrag der Organisatoren hat er die Fett- und Muskelmasse der 16 Schönlinge getestet. Sein Fazit: «Fremdsubstanzen wie Ritalin, Alkohol und Kreatin könnten eine Rolle spielen.»
Auffällig sind vor allem drei Kandidaten. Betriebsökonom Adrian Remund (27) weist einen ungewöhnlich tiefen Fettanteil von 5,3 Prozent auf. Adel Abdel-Latif, Mister Schweiz 1996 und Arzt, sagt: «Für Männer in diesem Alter sind Werte unter 12 Prozent zu tief.» Auch Berny Huber zieht einen harten Schluss. Die tiefen Fettwerte sind für den Experten ein Indiz für «Alkohol und Medikamente». Die Werte seien auch gesundheitsschädigend, so Huber.
Adrian Remund ärgern diese Aussagen: «Ich hatte am Abend vor der Messung zwei Bier. Ich dope mich nicht.» Ähnliches sagt auch Pascal Diem (28). Sein Fettanteil liegt bei noch magereren 3,3 Prozent. «Ich trinke nicht mal Alkohol, nehme keine Substanzen ein. Von der Messung halte ich nicht viel.»
Bei Elia Pallone (25) sind die Fettwerte so tief, dass sie kaum noch messbar waren. Doch er witzelt: «Ich ernähre mich vor allem von Kinder- Bueno und Pommes frites. Andere Dopingmittel sind mir zu teuer.»
Die Frage ist nur: Kann man aus Fettmessungen auf Doping schliessen? Für Abdel-Latif sind die Tests zu wenig aussagekräftig. «Dazu müssten Blut- und Urinproben genommen werden.» Aber auch er findet: «Bei diesen tiefen Fettwerten muss ich vermuten, dass einzelne Kandidaten fettverbrennende, entwässernde oder anabole Substanzen einnehmen.»
Das beunruhigt Mister-Schweiz-Organisator Urs Brülisauer (37): «Wir haben dieselben Doping-Klauseln in den Verträgen wie Sportler. Wer dopt, verliert den Titel.» Kommen jetzt die Urin- und Blutproben für die Schönsten der Schweiz?