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Sie kennt die schulischen Stärken und Schwächen von Mister Schweiz André Reithebuch so gut wie sonst kaum jemand: Reallehrerin Vroni Kamber aus Luchsingen GL. Von 1999 bis 2002 drückte der Schöne bei ihr die Schulbank.
«Ich habe André in allen Fächern ausser Buben-Turnen unterrichtet», so die Glarnerin. «Deutsch war überhaupt nicht sein Lieblingsfach, er war eher mathematisch begabt», sagt die Lehrerin. Bei Realschülern sei aber eine einseitige Begabung ganz normal – sonst wären sie in der Sekundarstufe.
Erkannte Vroni Kamber damals die Lese- und Schreibschwäche ihres Schülers? «Nein. Er war schon schlecht – aber nicht auffällig schlecht. Ein Wechsel in die Oberschule stand nie zur Diskussion.» Aber sie wisse nicht, was er nach der Schule gemacht habe. Lesen und Schreiben vergesse man wieder ohne Übung.
Dass André an Illetrismus leidet (siehe unten), kann und will Kamber einfach nicht glauben. Und dass er bisher nur ein Buch gelesen hat (im BLICK), sei gar nicht so aussergewöhnlich: «Das ist halt so. André ist kein Einzelfall. Internet und Fernsehen sind eben viel spannender für die Jungen.»
Vroni Kamber ist trotzdem stolz auf ihren Ex-Schüler, der jetzt Mister Schweiz ist. Sie glaubt, dass er es weit bringen kann: «André war schon in der Schule ein Mädchenschwarm. Er hat sich unglaublich gemacht in den drei Jahren!»
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Reithebuchs Reallehrerin: Vroni Kamber aus Luchsingen.