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Anfang November ist Halbzeit für André Reithebuch. Sechs Monate seines Amtsjahres als Mister Schweiz sind um. Zeit für eine Zwischenbilanz: Ist der Zimmermann aus dem Glarnerland erfolgreicher als der Bündner Biobauer Renzo Blumenthal (32)? Der kassierte 2005 immerhin den Rekordbetrag von 420000 Franken.
«Wenn es nur annähernd so weitergeht, dann übertrumpft André das Einkommen von Renzo. Das steht ausser Frage», sagt Urs Brülisauer (37) von der Mister-Schweiz-Organisation. Zahlen will er noch nicht nennen. «Auf jeden Fall kommt André mit seinem kernigen und handwerklichen Image sehr gut an.»
Ausschlaggebend sei jedoch nicht allein das Image des 22-Jährigen, sondern auch der Status in seinem Heimatkanton. «Das Glarnerland zeigt grosse Solidarität mit seinem Mister. André wird in der Region oft gebucht», sagt Brülisauer. Ein Drittel von Reithebuchs Aufträgen stamme aus dem «Zigerschlitz», er ist zudem offizieller Botschafter des Kantons («Glarnerland macht schön»), wirbt für die Limonade Elmer Citro oder die Bergbahnen Braunwald.
«In unserem Gebiet existieren einfach viele geeignete Firmen, die Reithebuch authentisch repräsentieren kann», sagt Marianne Zweifel (49), Inhaberin einer Glarner Werbeagentur. Es sei naheliegend, dass ein begeisterter Bergler und Sportler wie Reithebuch für solche Unternehmen in seiner Heimat Werbung mache. «Aber natürlich sind die Glarner auch stolz auf ihn. In einem kleinen Kanton ist die Verbundenheit grösser.»
Ist Reithebuch denn lediglich Mister Glarus? Der Handwerker wiegelt ab. «Ich freue mich zwar sehr, dass meine Heimat hinter mir steht. Aber ich bin für das ganze Land da und sehe mich klar als Mister Schweiz.» Dass er Blumenthal finanziell übertrumpfen wird, freut ihn. «Für mich war klar, dass ich als Mister die Chance nutze. So gesehen habe ich wohl mein Ziel erreicht.» Mit dem vielen Geld kann er sich wohl auch seinen Traum vom eigenen Haus mit Garten erfüllen. «Doch das hat noch Zeit», meint Reithebuch.
Am Dienstag feiert er seinen 23. Geburtstag. «Ich gebe als Dankeschön eine Party für die Leute, die mich schon immer unterstützt haben.» Leisten kann er’s sich ja.