«Mister Schweiz»-Camp Das erste Mal des Mister-Kandidaten

  • Publiziert: 15.03.2010, Aktualisiert: 03.01.2012
  • Von Aurelia Forrer

EL GOUNA – Die Schweiz ist um 16 junge Männer ärmer. Gestern flogen die Mister-Schweiz-Finalisten für eine Woche ins Vorbereitungs-Camp nach El Gouna, Ägypten.

Genf, 17.30 Uhr: Während Mike Leuenberger bereits beim Check-In mit einer sexy Blondine flirtet, trudeln nacheinander die Kandidaten am Flughafen Genf ein. Es geht ins Mister-Camp nach El Gouna Ägypten.

Trotz individuellem Reisegepäck ist bei den Jungs der Inhalt 16mal der Gleiche. Ob Schuhe, Jeans oder Jacke – ja sogar die Unterwäsche – wenns um die Kleidung geht, sind die Kandidaten gut ausgestattete Klone. «Insgesamt haben wir Sponsorengeschenke von 5000 Franken bekommen», erzählt Goran Cvetkov.

Für den Berner Buschauffeur ist die Reise nach Ägypten ein Abenteuer: Es ist der erste Flug in seinem 23-jährigen Leben. «Meine Mutter leidet an Platzangst, deshalb sind wir nie mit dem Flugzeug verreist.»

Den zweitwichtigsten Gesprächsstoff liefert die neue Frisur von Joshua Tyrell. Der 23-jährige Lausanner gelt die Haare nicht mehr frech nach oben, sondern trägt sie wie Hollywoodstar George Clooney streng gescheitelt, beinahe adrett. Die Konkurrenz ist sich einig – vorher wars besser.

Im Flugzeug verstummen die wichtigen Gespräche vorerst und Ruhe kehrt ein. Während sich die Mehrheit ein Nickerchen gönnt, leidet der mit einem Notfall-Pass reisende Abdulla Akbas (21) an Kopfschmerzen. «Wegen der Sicherheitsbestimmungen befinden sich meine Schmerztabletten leider im Koffer.» Coiffeur Sandro Bross schafft mittels Schläfen-Massage und Aku-Pressur erfolgreich Abhilfe.

Erster Lagerfrust
Trotz warmer Temperatur bei der Ankunft in Ägypten um ein Uhr in der Früh, war die Begeisterung bei Daniel Mkongo nicht gerade riesig. Schuld war nicht seine Müdigkeit, sondern sein Talent als Schussel. «Ich habe mein Handy im Flugzeug liegen lassen», erzählt der 20-Jährige frustriert.

Obwohl in Hurghada sofort ein Flughafenmitarbeiter zurück ins Flugzeug stieg und nach dem verlorenen Objekt Ausschau hielt, wars zu spät. «Es war schon verschwunden oder konnte nicht gefunden werden», so der Jüngste unter den Finalisten. «Zum Glück habe ich noch ein zweites Handy dabei.»

Für den Tessiner ist dies jedoch nur ein kleiner Trost: beim verlorenen Handy handelt es sich um ein gesponsertes Smartphone, das alle Kandidaten erhalten haben. Um drei Uhr in der Früh gehts im Mövenpick Hotel in El Gouna definitiv ins Bett. Und Goran kann endlich von seinem geglückten Jungfernflug träumen.