Ober-Miss Karina Berger (41): «Whitney war gaga»

  • Aktualisiert am 19.01.2012
  • Von Reza Rafi
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Karina Berger erklärt, wie sich unsere Miss Schweiz entwickelt hat.

Frau Berger, wie sind Sie mit der Miss Schweiz zufrieden?
Karina Berger:
Whitney Toyloy hat sich fabelhaft entwickelt! Sie ist selbstbewusst, an der Miss-Universe-Wahl ist sie topmotiviert. Zu Beginn ihres Amtsjahrs hatte sie noch nicht das Format, das sie heute hat.

Wie meinen Sie das?
Sie war damals eine frisch verliebte 18-Jährige. Und verliebte Teenager sind, das wissen wir ja beide, ziemlich gaga. Ausserdem wurde sie durch den Titel aus einem harmonischen Familienleben herausgerissen.

Sie reissen 18-Jährige aus dem Alltagsleben und verdienen damit prächtig.
Whitney profitiert doch auch! Sie hat in ihrem Amtsjahr sehr gut Deutsch gelernt, gutes Geld verdient und wertvolle Lebenserfahrung gesammelt.

Liegt Whitneys Wandel an der Trennung von ihrem Freund?
Das ist sicher auch ein Grund.

Sie haben ihr geraten, sich vom Freund zu trennen?
Ich habe ihr einfach geraten, stets das zu machen, was sie glücklich macht.

Was haben Sie ihr zur Affäre mit Carl Hirschmann Jr. gesagt?
Nur so viel: So, wie es jetzt ist, ist es gut für Whitney.

Sie machen den Mädchen grosse Versprechen. Weiss eine 19-Jährige, dass es auch anders kommen kann?
Natürlich. Uns geht es aber vorwiegend um das Amtsjahr. Trotzdem: Sie wird noch gross rauskommen, da bin ich sicher.

Waren Sie auch bei Nadine Vinzens so sicher? Die Miss Schweiz 2002 hält sich in Kalifornien mit Softerotik-Bildern über Wasser.
Das Wasser muss Nadine bis zum Hals stehen, dass sie solche Fotos macht. Ich finde es wahnsinnig schade, was mit ihr passiert. Dabei ist sie eine wunderschöne Frau.

Schön sein reicht offenbar nicht, wie die Diskussion um «Miss doof» gezeigt hat.
Hören Sie bloss damit auf! Ich kann das nicht mehr hören. Eine Miss muss Ästhetik repräsentieren. Dass sie ein ganzes Land repräsentieren soll, war nie geplant.

Können Sie erklären, warum?
Na ja, in der Schweiz gibts ja nicht gerade so viele Promis...

Das stimmt. Auch Sie sind, als Miss Schweiz 1988, mittlerweile eine bekannte Schweizer Person.
Aber ich gebe mir Mühe, im Hintergrund zu bleiben! Ich will nicht exponiert sein.

Trotzdem werden Sie in der Öffentlichkeit immer wieder gefragt, ob Sie geliftet sind.
An mir ist alles echt! Ich finde es übrigens erstaunlich, wie viele Jüngere mich noch anbaggern.

Was ist denn Ihr Geheimnis?
Keine Ahnung. Vielleicht meine spanischen Wurzeln. Wobei, ich habe auch persisches Blut.

Ah ja?
Meine Grossmutter mütterlicherseits hiess ledig «Patcheme». Das ist möglicherweise persischen Ursprungs.

Für eine Orientalin sind Sie modern. Sie arbeiten, Ihr Mann kümmert sich um die Töchter.
Mein Mann kommt aus dem Finanzbereich. Hätte er wieder ein geeignetes Jobangebot, würde er es sofort annehmen.

Was würden Sie sagen, wenn eine Ihrer beiden Töchter, Noemi und Shennai, einmal Miss werden will?
Das wollen sie sicher nicht! Dann müssten sie nämlich mit mir zusammenarbeiten. Und ich mache diesen Job sicher noch lange.

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