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Jean-Jacques Rochat, Rektor des Gymnasiums Yverdon, verfällt in einen leicht gereizten Tonfall, wenn die Sprache auf seine berühmteste Schülerin kommt. Whitney Toyloy hat bis zur Matura noch ein Jahr Schule vor sich. Dass die neue Miss das Gymnasium unterbrechen und das letzte Schuljahr nachholen muss, ist klar – dachte man zumindest.
Jetzt stellt sich heraus: Für den Rektor und das Gymnasium Yverdon ist gar nichts klar geregelt: «Whitney hat vor der Wahl keinen Antrag eingereicht, um freigestellt zu werden», sagt Rochat zu SonntagsBlick. «Ich musste aus der Presse erfahren, dass sie ein Jahr fehlen wird.»
Bei der Miss-Schweiz-Organisation ist man überrascht. Denn die jungen Frauen, die es an die Miss-Wahl schaffen, müssen im Vorfeld schriftlich garantieren, dass sie im Fall einer Krönung ein Jahr voll zur Verfügung stehen können. Auch Whitney hat diese Erklärung unterschrieben – aber ohne ihre Schule zu informieren. «Die Kandidatinnen müssen selber dafür sorgen, dass sie frei sind für das Amt. Es ist nicht unser Job, das für sie zu organisieren», stellt der Sprecher der Miss-Organisation, Raffy Locher (49), klar.
Rektor Rochat möchte Whitney dennoch keine Steine in den Weg legen. «Es besteht natürlich die Möglichkeit, in Ausnahmefällen ein Jahr auszusetzen. Aber Whitney hat sich wie alle andern Schüler an unsere Vorschriften zu halten und den Dienstweg zu gehen. Ich erwarte, dass sie in dieser Angelegenheit bei mir persönlich vorspricht.»
Whitney hatte bisher keine Zeit, sich um solche Kleinigkeiten zu kümmern. In der Woche nach der Wahl besuchte deshalb ihr Vater Dwayne (47) Rektor Rochat und reichte den längst fälligen Antrag ein. Kommenden Mittwoch hat Whitney ihren persönlichen Termin beim Rektor. Bleibt zu hoffen, dass der sich kulant zeigt.