Sekten-Miss: Jetzt hilft nur noch beten

  • Publiziert: 24.09.2008, Aktualisiert: 14.01.2012
  • Von Peter Padrutt

LUGANO – Miss-Kandidatin Lisa Panigada (22) lernte bei einer Hawaii-Sekte die Lehre vom irdischen Paradies. Hoffentlich hilft ihr das jetzt in der Hölle. Sie teilt das Zimmer mit IQ-Miss Katja Diethelm.

Wird es das Zimmer des Schreckens für die Tessiner Kosmetikerin Lisa? Ausgerechnet die Juristin Katja (24) liegt mit ihr im Vorbereitungs-Camp für die Miss-Schweiz-Wahl vom Wochenende in Lugano auf der Bude.

Geradeso gut könnte Lisa ihre Nächte mit Brockhaus verbringen. Denn die Zürcherin Katja hält sich für superklug. Und behauptet in aller Öffentlichkeit, ihre Konkurrentinnen seien alle doof (im BLICK)!

Vielleicht hat Lisa tatsächlich nicht so viel im Kopf. Aber sicher hat sie ein grosses Herz. Als Einzige gewährt sie Katja Asyl.

Was die beiden wohl in langen Nächten bereden werden?

Vielleicht erzählt Kosmetikerin Lisa von ihrem Besitz: 83-58-90. Und die andere wird sagen: Zusammengerechnet ist das mein IQ.

Lisa wird wohl von ihrer glücklichen Zeit bei der «Tenrikyo Pearl Church» auf Hawaii erzählen. Dort lebte sie fünf Wochen bei Pastor Owen und seiner Familie. Jeden Morgen stand sie um sechs Uhr auf, betete vor dem Sekten-Tempel.

Und Katja? Die IQ-Bombe will wissen: Weisst du überhaupt, wie die Hauptstadt von Hawaii heisst?

Gut möglich aber auch, dass Katja gebannt zuhört. Wenn Lisa erzählt, dass die Anhänger der Hawaii-Sekte glauben, Gott sei 1838 in den Körper der Japanerin Miki Nakayama eingedrungen.

Lisa wird auch erwähnen, dass die verehrte Japanerin Miki sämtlichen Besitz den Armen als Almosenverteilte. Das lässt IQ-Miss Katja erschaudern. Und handeln.

Sie wird ihre üppige Intelligenz an ihre Mitkonkurrentinnen verschenken. Und dann werden auch die anderen 14 schönen Schweizerinnen mit Katja Diethelm das Zimmer teilen wollen.

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