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Blick: Whitney Toyloy, wie geht es Ihnen?
Whitney Toyloy: Mir geht es blendend, danke!
Wie kommts?
Es ist alles wunderbar! Ich habe viele tolle Aufträge, ich erlebe jeden Tag Neues, ich habe gerade mein Auto bekommen, fahren darf ich auch, es ist Weihnachten, und gleich fliege ich nach New York.
Jetzt sind Sie schon drei Monate Miss Schweiz. Wenn Sie zurückblicken: Was war bis jetzt der schönste Moment für Sie?
Eine schwierige Frage. Alles! Ich kann nicht einfach eine einzelne Sache nennen. Das lustigste war vielleicht meine erste Autogrammstunde (lacht).
Warum?
Na ja, all die vielen Leute, und die schreien dann «Oh, Miss Schweiz, Miss Schweiz!» – Das ist schon sehr schräg. All die Leute kennen dich, und du sie nicht. Irgendwie auch eine schöne Erfahrung.
Und beim fünften Mal ist das immer noch lustig?
Hören Sie, mir macht alles Spass an meinem Job. Natürlich wird das mit der Zeit langweilig, aber es gehört dazu.
Sie mussten aber auch Dinge ertragen, die nicht lustig sind.
Ja. Aber auch das gehört dazu.
Schon. Aber Sie wurden von Rassisten als unschweizerisch bezeichnet. Das gabs noch nie.
Ach ja, die Pnos. Natürlich leben wir in einem demokratischen Land mit Meinungsfreiheit – aber das mit diesem Rassismus, das geht einfach nicht, und das verstehe ich nicht. Diese, pardon, dummen Leute, die sind mir eigentlich egal. Oder nein, es ist schade! Sie tun mir leid. So etwas kurz vor 2009, es ist unglaublich, es ist traurig, es ist alles andere als intelligent.
Sie reiten ja auf einem neuen Bild mit der Schweiz in die Zukunft ...
...(lacht) cooles Bild, ja?
Was wünschen Sie unserem Land fürs 2009?
Erstens hoffe ich natürlich, dass die Schweiz die Finanzkrise gut übersteht – oder sogar vorwärtsmacht, wer weiss. Dann hoffe ich, dass sich der Trubel im Bundeshaus etwas legt. Da war ja einiges los – Merz mit dem Herzproblem, die lauten Wahlen mit vielen Nebengeräuschen – ich hoffe, dass der bestehende Bundesrat sich gut verträgt und eine konsensfähige Politik macht. Und dann hoffe ich, dass wir alle uns wieder bewusst werden, wie viel Glück wir hier eigentlich haben. Ich habe die Armut in Südafrika gesehen. Wir alle sollten einfach wieder einmal froh, stolz und dankbar sein, dass wir hier überall Trinkwasser und gute Schulbildung für alle haben. Das ist alles gar nicht selbstverständlich.
Und was wünschen Sie sich?
Für mich ist die Frage schneller beantwortet: Nicht viel. Ich bin so glücklich, es soll bitte einfach so weitergehen wie bisher, 2008 war super. Meine Familie soll gesund bleiben, das ist das Wichtigste.
Wie verbringen Sie die Festtage?
Zuerst mit der Familie in Lausanne, dann in New York bei den amerikanischen Verwandten.
Gehen Sie den berühmten «Ball» anschauen, der an Silvester über dem Times Square schwebt?
(lacht) Ja klar! Das gehört dazu! Mein Freund muss unbedingt auch mitkommen – er wird New York zum ersten Mal sehen.
Was haben Sie ihm zu Weihnachten geschenkt?
Etwas ganz Spezielles: Eine Übernachtung in einem Iglu in Gstaad!
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Whitney Toyloy. (Dominik Baumann)